Coca-Cola Aktie: Stolperer unvermeidbar?
Der Getränkegigant aus Atlanta dämpft die Erwartungen für 2026. Trotz solider Quartalszahlen sackte die Aktie im vorbörslichen Handel am Dienstag um gut vier Prozent auf 74,79 Dollar ab. Was steckt hinter der Zurückhaltung der Anleger?
Ausblick bleibt hinter Hoffnungen zurück
Coca-Cola peilt für das laufende Jahr ein organisches Umsatzwachstum von vier bis fünf Prozent an. Analysten hatten bereits das obere Ende dieser Spanne auf dem Zettel – und damit mehr erhofft als die vom Management in Aussicht gestellte Bandbreite suggeriert. Im Vorjahr 2025 hatte das Wachstum aus eigener Kraft noch fünf Prozent betragen. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet das Unternehmen mit einem Plus von sieben bis acht Prozent, während Marktbeobachter mit 7,9 Prozent gerechnet hatten.
Die verhaltene Prognose kommt nicht aus dem Nichts: Im vierten Quartal schwächelte die Nachfrage nach Softdrinks in Nordamerika und Asien merklich. Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg zwar um zwei Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar – organisch waren es immerhin fünf Prozent. Doch die absolute Zahl verfehlte mit 11,82 Milliarden Dollar die Analystenschätzungen von 12,03 Milliarden Dollar deutlich.
Preiserhöhungen belasten Konsumlaune
Verantwortlich für die nachlassende Dynamik sind vor allem die anhaltenden Preiserhöhungen, mit denen Coca-Cola höhere Inputkosten ausgleichen will. Das belastet die Budgets inflationsgeplagter US-Verbraucher, die zunehmend auf günstigere Alternativen ausweichen. Während die Preise im Gesamtjahr 2025 um vier Prozent stiegen, blieb das Absatzvolumen faktisch flach.
Konkurrent PepsiCo kündigte bereits in der vergangenen Woche an, die Preise für Schlüsselprodukte wie Lay's und Doritos zu senken – eine Reaktion auf den Widerstand der Konsumenten gegen die mehrfachen Preisrunden der letzten Jahre. Coca-Cola setzt derweil auf zuckerfreie Varianten, Sportgetränke und Eistees, um gesundheitsbewusste Käufer anzusprechen. Auch in proteinhaltige Produkte wie Fairlife-Milch investiert der Konzern.
Besonders herausfordernd zeigt sich die Lage im asiatisch-pazifischen Raum: Dort stagnierte das Volumenwachstum im Schlussquartal komplett, da regionale Marken zunehmend Marktanteile gewinnen.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie schlug sich das Unternehmen im vierten Quartal mit 58 Cent besser als erwartet – Analysten hatten mit 56 Cent gerechnet. Im Gesamtjahr 2025 erreichte der Umsatz 47,9 Milliarden Dollar, ein Anstieg um zwei Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um vier Prozent auf drei Dollar. Unter dem Strich verblieb den Aktionären ein Gewinn von 13,1 Milliarden Dollar – fast ein Viertel mehr als 2024, was allerdings auch auf Sonderbelastungen im Vorjahr zurückzuführen ist.
Trotz des vorbörslichen Kursrückgangs hat die Coca-Cola-Aktie seit Jahresbeginn knapp zwölf Prozent zugelegt. Die Frage bleibt, ob das Unternehmen die Balance zwischen Preissetzungsmacht und Volumenwachstum findet.
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