Alphabet Aktie: Gefährliche Tendenzen?
Der Tech-Gigant sieht sich mit einer herausfordernden Gemengelage konfrontiert: Während Brüssel die lukrative Werbemaschine ins Visier nimmt, explodieren die Kosten für die KI-Infrastruktur auf ein Rekordniveau. Anleger reagieren nervös auf die Kombination aus regulatorischer Unsicherheit und einem historischen Schuldenberg.
- EU-Untersuchung: Verdacht auf künstlich überhöhte Werbepreise.
- Schuldenoffensive: Anleihevolumen auf über 30 Milliarden Dollar erhöht.
- Investitionsschub: Capex-Prognose für 2026 auf bis zu 185 Milliarden Dollar verdoppelt.
Brüssel prüft Auktionsmodell
Die Europäische Kommission hegt den Verdacht, dass Google die Preise bei Werbeauktionen manipuliert. Einem Bericht von Reuters zufolge prüfen die Wettbewerbshüter, ob das Unternehmen den Abrechnungspreis („clearing price“) künstlich zum Nachteil der Werbekunden in die Höhe treibt. Im Fokus steht dabei das Kerngeschäft: die Anzeigen in der Google-Suche.
In einem Schreiben an Werbetreibende fordert die Kommission nun Rückmeldungen bis zum 2. März. Zwar bestätigte ein Sprecher noch keine formelle Untersuchung, betonte jedoch die Überwachung möglicher wettbewerbswidriger Praktiken. Google weist die Vorwürfe zurück und argumentiert, die Preise entstünden durch faire Echtzeit-Auktionen, die auch kleinen Unternehmen Wettbewerbschancen böten.
Milliarden für die KI-Wette
Gleichzeitig pumpt der Konzern aggressive Summen in seine Zukunft. Die jüngste weltweite Anleiheplatzierung fiel mit über 30 Milliarden Dollar deutlich höher aus als die ursprünglich geplanten 20 Milliarden. Das Paket umfasst unter anderem eine seltene 100-jährige Anleihe in britischen Pfund, die auf eine Nachfrage von 9,5 Milliarden Pfund stieß – ein Zeichen für das weiterhin hohe Vertrauen der Gläubiger in die Bonität von Alphabet (Ratings: Aa2/AA+).
Das frische Kapital fließt primär in den Ausbau der KI-Infrastruktur. Für das laufende Jahr 2026 plant das Management Investitionsausgaben (Capex) zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar. Dies entspricht mehr als einer Verdopplung gegenüber dem Niveau von 2025.
Warnsignale im Geschäftsbericht
Diese gewaltigen Ausgaben kommen nicht ohne Nebenwirkungen. Die langfristigen Schulden vervierfachten sich bereits im Jahr 2025 auf 46,5 Milliarden Dollar. Erstmals warnt Alphabet in seinem Geschäftsbericht nun explizit vor neuen Risiken:
* Mögliche "Überkapazitäten" durch die massiven Infrastrukturverpflichtungen.
* Negative Auswirkungen der KI auf das klassische Werbegeschäft.
* Steigende Komplexität und Kosten durch Leasingverträge für Rechenzentren.
Der Markt preist diese Unsicherheiten bereits ein. Die Aktie verlor zuletzt rund 5,3 Prozent und notiert spürbar unter den Höchstständen von Anfang Februar. Zwar wächst die Nutzerbasis der KI-Anwendung "Gemini" auf über 750 Millionen, doch CFO Anat Ashkenazi muss nun beweisen, dass die versprochene "fiskalische Verantwortung" trotz der enormen Ausgaben gewahrt bleibt. Der Fokus der Anleger verschiebt sich zunehmend auf die Frage, wie schnell diese historischen Investitionen messbare Erträge liefern.
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