Capgemini Aktie: KI-Boom vs. Margendruck
Capgemini startet mit einem Spannungsfeld in die neue Handelswoche. Während der IT-Dienstleister bei Projekten rund um generative künstliche Intelligenz massiv zulegt, drückt eine sinkende Profitabilität auf die Bilanz. Reicht die technologische Dynamik aus, um die hohen Restrukturierungskosten und den Margenrückgang aufzufangen?
KI-Wachstum trifft auf sinkende Margen
Die am Wochenende analysierten Jahreszahlen für 2025 zeigen ein zweigeteiltes Bild. Zwar konnte das Unternehmen beim Umsatz moderat auf 22,465 Milliarden Euro zulegen, doch die Nettomarge sank im Vergleich zum Vorjahr von 7,6 % auf 7,1 %. Ein Grund für diesen Druck dürfte der massive Personalaufbau sein; die Mitarbeiterzahl stieg binnen eines Jahres um 24 % auf über 423.000 Angestellte.
Dem gegenüber steht eine starke operative Dynamik im Bereich der künstlichen Intelligenz. Im vierten Quartal entfielen bereits mehr als 10 % der gesamten Buchungen auf Projekte im Bereich "Generative und Agentic AI". Das Management setzt darauf, dass diese technologische Transformation langfristig die Profitabilität stützt.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
- Umsatz 2025: 22,465 Mrd. Euro (+3,4 % zu konstanten Währungen)
- Nettomarge 2025: 7,1 % (Vorjahr: 7,6 %)
- KI-Anteil (Q4): Über 10 % des Buchungsvolumens
- Restrukturierungskosten: ca. 700 Mio. Euro über zwei Jahre
- Personal: 423.400 Mitarbeiter (+24 % zum Vorjahr)
Hohe Kosten für den Konzernumbau
Um die Effizienz zu steigern, leitet die Konzernführung ein umfassendes Restrukturierungsprogramm ein. Über die nächsten zwei Jahre sind hierfür Kosten von rund 700 Millionen Euro veranschlagt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die operative Schlagkraft zu erhöhen und die jüngsten Akquisitionen wie WNS und Cloud4C vollständig zu integrieren.
Besonders die Übernahme von WNS soll die sogenannten „Intelligent Operations“ stärken und Capgemini helfen, bei großen Transformationsdeals wettbewerbsfähiger zu werden. Marktbeobachter werten diesen Schritt als notwendige Reaktion auf die aktuelle Margenschwäche.
Ambitionierter Ausblick für 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 gibt sich das Management optimistisch und prognostiziert ein Umsatzwachstum zwischen 6,5 % und 8,5 %. Die operative Marge soll sich dabei auf einen Korridor von 13,6 % bis 13,8 % verbessern. Diese Prognose setzt jedoch eine fehlerfreie Umsetzung der Strategie voraus.
Kritisch bleibt die geografische Entwicklung: Während das Geschäft in Nordamerika zuletzt wuchs, verzeichnete der französische Heimatmarkt Umsatzrückgänge. Der Erfolg im Jahr 2026 wird maßgeblich davon abhängen, ob Capgemini die Schwäche in Europa durch das starke KI-Momentum und die Erholung in Übersee kompensieren kann. Die Erreichung des geplanten organischen Free Cash Flows von bis zu 1,9 Milliarden Euro gilt dabei als wichtiger Gradmesser für die finanzielle Stabilität des Umbaus.
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