Umsatz rauf, Kosten rauf, Kurs runter. Almonty Industries hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt — und die Reaktion an den Märkten fiel prompt aus. Trotz operativer Meilensteine in Südkorea zeigten sich Anleger am Ergebnistag zurückhaltend.

Umsatz wächst, Kosten wachsen schneller

Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 39 Prozent auf 8,7 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr legte er um 13 Prozent auf 32,5 Millionen Dollar zu. Treiber war weniger das Fördervolumen als der Wolframpreis: Der durchschnittliche APT-Preis der vergangenen zwölf Monate stieg auf 2.250 US-Dollar je MTU — ein Plus von 534 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Kehrseite: Die allgemeinen Verwaltungskosten schnellten im Gesamtjahr von 6,2 auf 20,5 Millionen Dollar hoch. Im vierten Quartal allein beliefen sie sich auf 9,4 Millionen Dollar, nach 1,8 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Management erklärte den Anstieg mit nicht zahlungswirksamen Bewertungseffekten: Die stark gestiegene Almonty-Aktie zwang unter IFRS zur Neubewertung bestimmter Finanzinstrumente. Ohne diese Sondereffekte seien die operativen Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen gelegen.

Zusätzlich wurden 3,1 Millionen Dollar Umsatz ins erste Quartal 2026 verschoben, weil Konzentratlieferungen zeitlich nicht mehr ins Berichtsjahr fielen.

Kursrückgang nach starkem Lauf

An der Frankfurter Börse verlor die Aktie am Ergebnistag 2,70 Euro gegenüber dem Vortagesschluss von 15,90 Euro. An der Nasdaq eröffnete der Titel bei 18,31 Dollar, nachdem er zuvor bei 19,29 Dollar geschlossen hatte. Das Handelsvolumen lag bei rund 2,79 Millionen Aktien.

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Den Rückgang allein mit den Quartalszahlen zu erklären greift zu kurz. Almonty hatte zuletzt 18 Millionen neue Aktien zu je 6,25 US-Dollar platziert und damit 112,5 Millionen Dollar eingesammelt. Diese Verwässerung belastet die Stimmung — zumal das Unternehmen bei einer Marktkapitalisierung von knapp 5 Milliarden Dollar und einem negativen KGV von -77 noch keine Gewinne schreibt.

Sangdong liefert, Phase 2 kommt 2027

Operativ bleibt das Bild konstruktiv. Die Phase-1-Inbetriebnahme der Sangdong-Wolframmine in Südkorea ist abgeschlossen. Die Anlage verarbeitet rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr und produziert etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. Die für 2027 geplante Phase-2-Erweiterung soll die Kapazität verdoppeln — auf dann rund 4.600 Tonnen jährlich. Bei Vollauslastung würde Sangdong etwa 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken.

Parallel dazu plant Almonty eine Kapazitätserweiterung an der Panasqueira-Mine in Portugal sowie die Entwicklung des Gentung-Browns-Lake-Projekts in den USA, das bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein könnte.

Das institutionelle Interesse bleibt trotz der Kursschwäche ausgeprägt: Die Zahl der Fonds mit Positionen stieg zuletzt um mehr als 55 Prozent auf 107. Hood River Capital erhöhte seinen Bestand um über 50 Prozent auf 5,23 Millionen Aktien, Citadel Advisors meldete eine neue Position von 3,34 Millionen Aktien.

Die Q1-2026-Ergebnisse werden der nächste konkrete Gradmesser sein. Sie werden erstmals Umsatzbeiträge aus Sangdong Phase 1 enthalten — sowie die verschobenen 3,1 Millionen Dollar aus dem Vorquartal.

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