Almonty Industries Aktie: Strukturwandel im Wolframmarkt
Almonty Industries erlebt eine bemerkenswerte Neubewertung. Innerhalb eines Jahres kletterte die Aktie von rund einem US-Dollar auf ein 52-Wochen-Hoch von 21,18 US-Dollar – getrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit im globalen Wolframmarkt und dem Übergang des Unternehmens vom Entwickler zum aktiven Produzenten.
Sangdong nimmt den Betrieb auf
Der erste Erztransport hat die Sangdong-Mine in der südkoreanischen Provinz Gangwon verlassen. Damit beginnt offiziell die aktive Förderphase, bevor die vollständige kommerzielle Produktion anläuft. Die Aufbereitungsanlagen laufen planmäßig, die Kapazität soll bis 2027 schrittweise ausgebaut werden. Die Lagerstätte gilt als eine der bedeutendsten und erzreichsten Wolfram-Ressourcen weltweit, mit Reserven von 7,9 Millionen Tonnen.
Für 2027 ist eine Phase-II-Erweiterung geplant, die die jährliche Kapazität auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen steigern soll. Darüber hinaus arbeitet Almonty an einer Kapazitätserweiterung der Panasqueira-Mine in Portugal sowie an der Ressourcendefinition für ein Molybdän-Projekt in Sangdong. Das Gertung-Browns-Lake-Projekt in den USA könnte bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein.
Chinas Exportbeschränkungen als Markttreiber
Der Wolframmarkt steht vor einem strukturellen Angebotsdefizit. China kontrolliert schätzungsweise 75 bis 80 Prozent der globalen Produktion und verschärfte Ende 2025 seine Exportquoten erheblich. Die Folge: Der Wolframpreis stieg im vergangenen Jahr um mehr als 160 Prozent und behielt seinen Aufwärtstrend bis in das frühe Jahr 2026 bei. Laut BMO Capital Markets kam der chinesische Wolframexport zeitweise vollständig zum Erliegen.
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben zusätzlich eine Preisdivergenz ausgelöst: Wolfram in Verteidigungsqualität hat sich vom Basisprodukt Ammoniumparawolframat (APT) abgekoppelt. Westliche Industrieunternehmen suchen dringend nach alternativen Bezugsquellen – eine Konstellation, die Almonty als strategischen Lieferanten in den Vordergrund rückt.
Analysten und Investoren ziehen nach
DA Davidson hat sein Kursziel für Almonty von 18,00 auf 25,00 US-Dollar angehoben und hält an der Kaufempfehlung fest. Die Bank erwartet, dass der wöchentliche Fastmarkets-Preisfixing die Marke von 2.000 US-Dollar je metrischer Tonneneinheit (mtu) überschreiten könnte. Couloir Capital erhöhte sein Fairer-Wert-Ziel im laufenden Zyklus um mehr als 150 Prozent – von 7,69 auf 19,30 kanadische Dollar – und begründete dies mit anhaltenden Wolframpreisen über 1.000 US-Dollar je mtu sowie dem Produktionshochlauf in Sangdong.
Auch institutionelle Investoren bauen ihre Positionen aus. Die Zahl der Fonds mit Beteiligungen stieg im vergangenen Quartal um mehr als 55 Prozent auf 107. Van Eck Associates erhöhte seinen Anteil um 13.294,7 Prozent auf 11,24 Millionen Aktien – ein Gegenwert von rund 99 Millionen US-Dollar. Encompass Capital Advisors investierte etwa 25,6 Millionen US-Dollar, Next Century Growth Investors rund 16,3 Millionen US-Dollar.
Quartalsbericht als erster Praxistest
Am 26. März legt Almonty seinen nächsten Quartalsbericht vor. Es werden die ersten Finanzdaten sein, die sowohl die gestiegenen Wolframpreise als auch die Anfangsproduktion aus Sangdong widerspiegeln. Der Bericht wird zeigen, ob das Unternehmen die günstigen Marktbedingungen in konkrete Ergebnisse übersetzen kann – und ob der Produktionshochlauf die gesetzten Volumenziele erreicht.
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