Almonty Aktie: Vorsprung ausgebaut!
Der Tungsten-Produzent Almonty Industries kämpft mit einem deutlichen Kursrückgang an der NASDAQ, nachdem zuvor Analysten ihre Kursziele teils mehr als verdoppelt hatten. Die Aktie eröffnete am Dienstag mit einer Kurslücke bei 17,94 Dollar, nachdem sie zuvor bei 20,72 Dollar geschlossen hatte. Der letzte Handel erfolgte bei 17,22 Dollar bei einem Volumen von 3,8 Millionen Aktien.
Der Rücksetzer folgt auf eine bemerkenswerte Aufwärtsbewegung. Am 3. März 2026 notierte der Titel bei 19,35 Dollar – ein Plus von 16,71 Prozent binnen einer Woche. Die Marktkapitalisierung belief sich auf rund 4,35 Milliarden Dollar. An der Toronto Stock Exchange bewegt sich die Aktie in einer 52-Wochen-Spanne zwischen 2,19 und 28,57 kanadischen Dollar.
Couloir Capital verdreifacht Kursziel nahezu
Den dramatischsten Impuls lieferte die Research-Firma Couloir Capital. Das Haus hob seinen fairen Wert für Almonty von 7,69 auf 19,30 kanadische Dollar an – eine Steigerung um mehr als 150 Prozent. Die Begründung: signifikant höhere langfristige Preisannahmen für Wolfram, gestützt auf aktuelle Marktpreise und ein anhaltendes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.
Weitere Häuser folgten. DA Davidson erhöhte sein Kursziel von 12,00 auf 18,00 Dollar bei einer "Buy"-Einstufung. B. Riley Financial hob von 10,00 auf 17,00 Dollar an, ebenfalls mit "Kaufen"-Rating. Vier Analysten bewerten die Aktie derzeit mit "Buy", einer mit "Sell". Der Konsens lautet auf "Moderate Buy".
Sangdong-Mine nimmt Betrieb auf
Das Unternehmen präsentierte sich am 3. März 2026 auf der PDAC-Konferenz in Toronto, kurz nach dem Start der aktiven Förderung in der südkoreanischen Sangdong-Wolframmine. Die erste Ladung Erz wurde bereits angeliefert. Zerkleinerungs-, Mahl- und Flotationskreisläufe laufen planmäßig, die Produktion soll schrittweise hochgefahren werden.
Die Lagerstätte in der nordöstlichen Provinz Gangwon zählt zu den größten Wolfram-Ressourcen weltweit. Die Reserven belaufen sich auf 7,9 Millionen Tonnen bei einem durchschnittlichen Wolframoxid-Gehalt von 0,47 Prozent – entsprechend 3,7 Millionen enthaltenen metrischen Tonneneinheiten.
Wolfram-Knappheit treibt Preise
Der fundamentale Treiber hinter der Neubewertung ist ein sich verschärfender globaler Wolframmarkt. China kontrolliert schätzungsweise 75 bis 80 Prozent der weltweiten Versorgung und hat kürzlich drastische Exportbeschränkungen verhängt. BMO Capital Markets berichtete, dass bestimmte chinesische Wolfram-Exporte Ende 2025 vorübergehend komplett zum Erliegen kamen.
Gleichzeitig stufte das US-Verteidigungsministerium Wolfram als kritisches Mineral ein. Ab 2027 müssen verteidigungsrelevante Einkäufe aus nicht-chinesischen Quellen stammen. Almonty-CEO Lewis Black sprach von einem "echten, legitimen Versorgungsengpass" bei Wolfram. Die Preisbildung des Metalls verhalte sich erstmals seit Jahrzehnten unabhängiger von historischen Kontrollmechanismen – und Kunden akzeptierten die höheren Kosten derzeit.
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Institutionelle Anleger stocken auf
Das institutionelle Interesse an Almonty ist deutlich gestiegen. Die Zahl der Fonds, die Anteile halten, legte im vergangenen Quartal um über 55 Prozent auf 107 zu.
Van ECK Associates Corp baute seine Position im vierten Quartal um 13.294,7 Prozent aus und hält nun 11,24 Millionen Aktien im Wert von rund 99 Millionen Dollar. Encompass Capital Advisors LLC stieg mit 25,62 Millionen Dollar ein, Next Century Growth Investors LLC mit 16,35 Millionen Dollar.
Zur Finanzierung schloss Almonty 2025 zwei US-Kapitalerhöhungen ab, die Bruttoerlöse von über 219 Millionen Dollar einbrachten.
Molybdän-Projekt und weitere Expansion
Über Sangdong hinaus verfügt Almonty über eine Pipeline auf mehreren Kontinenten. Couloir Capital nennt als zusätzliche Wachstumskatalysatoren eine geplante Kapazitätserweiterung in der portugiesischen Panasqueira-Mine, Ressourcendefinitionsarbeiten am Sangdong-Molybdän-Projekt sowie Fortschritte beim Gentung-Browns-Lake-Projekt in den USA, das möglicherweise in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein könnte.
Das Sangdong-Molybdän-Projekt ist bereits vollständig genehmigt. Die Produktion soll bis Ende 2026 beginnen, mit einer erwarteten Lebensdauer von 60 Jahren. Bei voller Auslastung wird die Mine etwa 5.600 Tonnen Molybdän jährlich produzieren.
In der ersten Phase soll die Erzdurchsatzkapazität in Sangdong rund 640.000 Tonnen pro Jahr erreichen. Eine geplante zweite Ausbaustufe soll die Kapazität auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen erhöhen.
Quartalszahlen am 19. März
Die nächste wichtige Wegmarke ist die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse am 19. März 2026. Der Bericht wird erstmals konkrete Finanzdaten liefern, die sowohl die erhöhten Wolframpreise als auch den laufenden Produktionshochlauf in Sangdong widerspiegeln.
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