Almonty Aktie: Kommunikationssprung!
Almonty startet ins neue Jahr mit einem entscheidenden Schritt: Die Sangdong-Wolframmine in Südkorea wechselt von der Entwicklungs- in die Produktionsphase. Der Konzern, an der Nasdaq mit rund 3 Milliarden CAD bewertet, steht damit vor einem Quartal, in dem sich zeigen muss, ob der Hochlauf zur Vollauslastung gelingt. Sangdong soll zur wichtigsten nicht-chinesischen Wolframquelle der westlichen Welt werden – entsprechend hoch sind die Erwartungen.
Sangdong: Vom Projekt zur Produktion
Am 16. Dezember wurde in Sangdong die erste LKW-Ladung Erz auf dem Run-of-Mine-Platz abgeladen. Damit ist die Entwicklungsphase formal abgeschlossen, die seit der Übernahme des Projekts im Jahr 2015 lief. CEO Lewis Black sprach von einem strategischen Wendepunkt für die Stärkung der globalen Wolfram-Lieferkette.
Die Eckdaten des Vorkommens verdeutlichen die Bedeutung der Mine:
- Reserven: 7,9 Millionen Tonnen Erz
- Durchschnittsgehalt: 0,47 % WO₃ (Wolframtrioxid)
- Enthaltener Metallgehalt: 3,7 Millionen metrische Tonneinheiten
- Erzgehalt: rund dreimal höher als bei vergleichbaren Projekten weltweit
Die Aufbereitungsanlage ist mechanisch fertiggestellt, der Trocknerbereich befindet sich in der Inbetriebnahme. Erste Rückmeldungen deuten auf höhere Rückgewinnungsraten hin als in der Vergangenheit erreicht wurden. Der vollständige Hochlauf auf eine annualisierte Verarbeitungskapazität von rund 640.000 Tonnen Erz ist bis zum Ende des ersten Quartals 2026 geplant.
Geopolitik als Wachstumstreiber
Laut einem Bericht der Korea Times vom 3. Januar hat sich Almonty als exklusiver Wolfram-Lieferant für Anwendungen im US-Verteidigungssektor positioniert. Ab Januar 2027 will das US-Verteidigungsministerium Wolfram aus nicht-verbündeten Staaten – darunter China, Russland und Nordkorea – aus seinen Beschaffungsprozessen ausschließen.
China kontrolliert derzeit mehr als 80 % des weltweiten Wolframangebots. Sangdong soll bei Vollauslastung über 40 % der Nachfrage abdecken, die nicht durch China, Russland und Nordkorea bedient wird. Damit wird das Projekt zu einer zentralen Alternative für die USA und verbündete Länder, insbesondere in den Bereichen Verteidigung, Halbleiter und Luft- und Raumfahrt.
Der Sonderausschuss des US-Repräsentantenhauses zur Kommunistischen Partei Chinas hat Almonty direkt angesprochen und Anfragen zu Produktionskapazitäten sowie möglicher staatlicher Unterstützung gestellt, um eine verlässliche Versorgung des US-Marktes zu sichern.
Strategische Schritte Richtung USA
Parallel dazu hat das Unternehmen seine Ausrichtung auf den US-Markt deutlich verstärkt:
- Dezember 2025: Verlegung des Firmensitzes von Toronto nach Delaware
- Dezember 2025: Kapitalerhöhung über 129,4 Mio. USD unter Führung der Bank of America, überzeichnet mit vollständig ausgeübter Mehrzuteilungsoption
- Dezember 2025: Ernennung des pensionierten Brigadegenerals Steven L. Allen zum Chief Operating Officer
- November 2025: Übernahme des Wolframprojekts Gentung Browns Lake in Montana für 9,75 Mio. USD, Produktionsstart für die zweite Jahreshälfte 2026 avisiert
- Juli 2025: Abschluss des Nasdaq-Börsengangs mit einem Emissionserlös von 90 Mio. USD
Diese Maßnahmen verankern Almonty stärker im US-Regelwerk und im militärnahen Umfeld – ein Vorteil, wenn ab 2027 neue Beschaffungsregeln des Pentagon greifen.
Finanzierung und Analysteneinschätzungen
Nach der Kapitalerhöhung im Dezember sieht sich das Management nach eigenen Angaben für die aktuellen Projekte durchfinanziert. Zusätzliche Mittel werden kurzfristig nicht benötigt. Die Erlöse fließen in die finale Inbetriebnahme von Sangdong, die Exploration bei Gentung Browns Lake, die Erweiterung der portugiesischen Mine Panasqueira sowie Bohrprogramme zur Erschließung der Molybdän-Ressource in Sangdong.
Die Analystenabdeckung bleibt positiv. DA Davidson bestätigte am 19. Dezember das Kaufvotum mit einem Kursziel von 12,00 USD nach Gesprächen mit der Unternehmensführung. Sphene Capital hält an einem Kursziel von 13,50 CAD fest. Beide Häuser verweisen auf das verringerte Projektrisiko nach der ersten Erzanlieferung in Sangdong.
Ausblick auf das erste Quartal
Das erste Quartal 2026 wird zum operativen Härtetest. Wichtige Meilensteine sind:
- Inbetriebnahme der Brech-, Mahl- und Flotationskreisläufe
- Erreichen stabiler Durchsatzraten
- Hochlauf zur Bedienung bestehender Abnahmeverträge
- Übergang in die kommerzielle Produktion im Verlauf des ersten Halbjahres 2026
Der nächste zentrale Impuls wird die Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal im Mai sein. Dann liegen erstmals konkrete Produktionsdaten aus der Hochlaufphase von Sangdong vor. Parallel dazu verfolgt CEO Black eine langfristige „Korean Trinity“-Strategie: In Südkorea soll eine integrierte Wertschöpfungskette für strategische Metalle entstehen – von der Wolframförderung in Sangdong über eine geplante Wolframoxid-Anlage bis hin zur Entwicklung der Molybdän-Ressource am Standort.
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