Alibaba Aktie: Zwischenfälle? Fehlanzeige
Alibaba drückt beim Thema KI aufs Tempo – und zwar gleichzeitig an drei Fronten: Nutzerwachstum, Cloud-Geschäft und eigene Chips. Im Zentrum steht die Qwen-App, die mit einer groß angelegten Neujahrsaktion rasant Reichweite einsammeln soll. Doch wie weit trägt diese Strategie, wenn Plattformregeln die Verbreitung ausbremsen?
Qwen lockt mit Subventionen – und überlastet kurzfristig Systeme
Für die Nutzerkampagne rund um das chinesische Neujahrsfest hat Alibaba nach eigenen Angaben bzw. Berichten 3 Milliarden Yuan (rund 420 Millionen Dollar) eingeplant. Herzstück sind Incentives wie „Gratis-Kauf“-Coupons, etwa für Milk Tea oder Lieferdienste. Die Resonanz fiel so groß aus, dass die Infrastruktur der App laut Berichten zeitweise an ihre Grenzen kam: Innerhalb der ersten drei Stunden nach Start der Aktion am 6. Februar gingen demnach mehr als eine Million Bestellungen ein.
Der Effekt der Offensive zeigt sich auch beim Ranking. Qwen schob sich an die Spitze der kostenlosen Apps im chinesischen Apple App Store. Für Alibaba ist das ein klarer Etappensieg im Kampf um Aufmerksamkeit in einem zunehmend umkämpften KI-Markt.
Wichtige Punkte zur Kampagne:
- 3 Milliarden Yuan Budget für die Neujahrs-Promotion
- kurzfristige Ausfälle durch hohen Andrang
- Platz 1 der kostenlosen Apps im chinesischen Apple App Store
WeChat zieht Grenzen – und trifft nicht nur Alibaba
Ausgerechnet der virale Hebel der Aktion wurde dann zur Hürde: WeChat schränkte Link-Sharing aus Qwen ein. Begründung: Verstöße gegen Regeln zu „induced sharing“, also Anreize, die Nutzer zum Teilen von Werbe-Links motivieren sollen.
Bemerkenswert ist dabei der Kontext: WeChat setzte die Regel nicht selektiv gegen einen Konkurrenten ein. Auch „Yuanbao“, die KI-App des WeChat-Mutterkonzerns Tencent, sowie Baidus Wenxin Assistant wurden demnach wegen ähnlicher Holiday-Promotions blockiert. Ein PR-Direktor von WeChat begründete das öffentlich mit dem Grundsatz: Nutzererlebnis zuerst – alle würden gleich behandelt. Damit wirkt der Eingriff eher wie Plattform-Governance als wie ein gezielter Schlag gegen Alibaba.
Cloud und Chips: Alibaba setzt parallel auf Enterprise und Eigenentwicklung
Neben dem App-Marketing meldet Alibaba Fortschritte im Geschäftskunden- und Hardwarebereich. Alibaba Cloud kündigte eine Partnerschaft mit den Olympic Broadcasting Services an: Für die Olympischen Winterspiele 2026 in Milano Cortina soll eine Reihe von Qwen-basierten KI-Tools in die digitale Infrastruktur integriert werden. Laut Bericht wäre es das erste Mal, dass ein Large Language Model direkt in die digitalen Systeme der Olympischen Spiele eingebettet wird.
Auch beim Thema Halbleiter versucht Alibaba, unabhängiger zu werden. Vor dem Hintergrund verschärfter US-Beschränkungen arbeitet die hauseigene Chip-Sparte an Alternativen. Der neue Prozessor Zhenwu 810E soll Berichten zufolge eine Leistung erreichen, die mit Nvidias H20 vergleichbar ist – einem Chip, der speziell für den chinesischen Markt entwickelt wurde, um Exportregeln einzuhalten. Strategisch ist das ein wichtiger Punkt: leistungsfähige Rechenchips gelten als Engpassfaktor für KI-Anwendungen.
Auf dem Kurszettel steht die Aktie kurzfristig unter Druck: In den vergangenen sieben Tagen ging es um 6,22% auf 135,80 € nach unten, während die Entwicklung über zwölf Monate mit plus 40,58% deutlich positiv bleibt.
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