Alibaba setzt im Kampf um die Vormachtstellung im chinesischen KI-Markt auf Milliarden-Investitionen. Der E-Commerce-Riese pumpt umgerechnet 431 Millionen Dollar in seinen KI-Assistenten Qwen – und lässt damit die Konkurrenz weit hinter sich. Gleichzeitig meldet die Chip-Sparte des Konzerns erste Erfolge mit namhaften Großkunden.

Dreifacher Einsatz zum Neujahrsfest

Am 2. Februar kündigte Alibaba an, während des chinesischen Neujahrsfestes 3 Milliarden Yuan in die Qwen-App zu investieren. Zum Vergleich: Tencent plant eine Milliarde Yuan für seinen Chatbot ein, Baidu lediglich 500 Millionen. Die Kampagne startet am 6. Februar und soll Nutzer mit Rabatten für Gastronomie, Entertainment und Freizeitaktivitäten locken. Ob es sich bei den angekündigten "großen roten Umschlägen" um Bargeld oder Gutscheine für Plattformen wie Taobao handelt, ließ das Unternehmen offen.

Der Zeitpunkt ist strategisch gewählt: Die neuntägige Feiertagsperiode beginnt am 15. Februar – länger als in den meisten Vorjahren. Der Wettbewerb im chinesischen KI-Sektor hat sich seit dem Launch von DeepSeeks R1-Modell im Januar 2025 deutlich verschärft.

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Zhenwu-Chip gewinnt Schlüsselkunden

Parallel dazu meldet Alibaba Fortschritte bei seinem hauseigenen KI-Chip Zhenwu 810E. Über 400 Kunden nutzen inzwischen den Chip, der sowohl für Training als auch Inferenz konzipiert ist. Darunter befinden sich prominente Namen:

  • State Grid Corp. of China (Staatskonzern)
  • XPeng (Elektroautohersteller)
  • Chinesische Akademie der Wissenschaften

Alibaba trainiert seine Qwen-Modelle bereits intern mit dem Zhenwu 810E. Die Entwicklung eigener Halbleiter-Technologie gewinnt für chinesische Tech-Konzerne angesichts geopolitischer Spannungen zunehmend an Bedeutung.

Autonomes Fahren: Zwei-Milliarden-Deal

Alibabas Logistik-Tochter Cainiao steigt bei Zelos Technology ein, einem Anbieter von Level-4-Fahrassistenzsystemen für die Logistik. Die Beteiligung wird auf insgesamt zwei Milliarden Dollar beziffert. Beide Unternehmen wollen gemeinsam einen unbemannten Gütertransporter entwickeln. Cainiao betonte, nicht die Mehrheit an Zelos zu übernehmen.

Zahlen am 19. Februar

Am 19. Februar legt Alibaba die Quartalsergebnisse vor. Im letzten Bericht für Q2 des Geschäftsjahres 2026 (veröffentlicht am 25. November 2025) übertraf der Konzern die Erwartungen deutlich: Der Gewinn je Aktie lag bei 0,61 Dollar – 24,5 Prozent über den Analystenschätzungen von 0,49 Dollar.

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