Der chinesische Tech-Gigant Alibaba steht vor einer richtungsweisenden Woche. Während sich Investoren auf die bevorstehenden Quartalszahlen fokussieren, sorgt eine unerwartete Kündigungswelle in der wichtigsten Abteilung für künstliche Intelligenz für Verunsicherung. Die Abgänge werfen ein Schlaglicht auf die ehrgeizige, aber teure KI-Strategie des Konzerns.

Aderlass im KI-Team

Innerhalb von nur zehn Wochen hat Alibabas Vorzeige-KI-Sparte Qwen drei ihrer ranghöchsten Entwickler verloren. Besonders der überraschende Rücktritt von Junyang Lin, dem Chefarchitekten der Plattform, sorgte in der Entwickler-Community für Aufsehen. Anleger reagierten prompt und schickten die Papiere in Hongkong zeitweise um 5,3 Prozent ins Minus.

Um die Wogen zu glätten, griff CEO Wu Yongming persönlich ein. Er bestätigte die Abgänge in einer internen E-Mail und rief umgehend eine neue Taskforce ins Leben, die die Entwicklung der Basismodelle künftig zentral steuern soll.

Spagat zwischen Cloud und Handel

Trotz der personellen Rückschläge wächst die Nutzerbasis rasant. Die monatlich aktiven Nutzer der Qwen-App sprangen von Januar auf Februar 2026 von 31 Millionen auf 203 Millionen an. Auch das Cloud-Geschäft glänzte zuletzt mit einem Umsatzplus von 34 Prozent. Demgegenüber steht jedoch das schwächelnde Kerngeschäft. Die Zurückhaltung der chinesischen Konsumenten belastet den Online-Handel spürbar.

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Am kommenden Dienstag, den 19. März, wird Alibaba die Bücher für das abgelaufene Quartal öffnen. Analysten rechnen mit einem Umsatzanstieg auf 42,1 Milliarden US-Dollar, erwarten aber gleichzeitig einen Gewinnrückgang von 43 Prozent auf 1,67 US-Dollar je Aktie. Dieser Margendruck spiegelt die enormen Investitionen in die KI-Infrastruktur und Logistik wider. Auch an der Börse hinterlässt die unsichere Gemengelage Spuren: Auf Sicht von 30 Tagen verlor das Papier rund 14,5 Prozent und schloss am Freitag bei 118,40 Euro.

Wall Street bleibt optimistisch

Ungeachtet der kurzfristigen Herausforderungen hält die Wall Street große Stücke auf die langfristige Strategie. CEO Eddie Wu hat Investitionen von über 53 Milliarden US-Dollar in den KI-Ausbau zugesagt. Die Investmentbank Morgan Stanley stuft den Titel weiterhin als "Top Pick" ein und verweist auf Alibabas Wettbewerbsvorteil durch die eigene Chip-Entwicklung.

Das breite Analystenlager teilt diese Zuversicht. Von 24 Experten, die den Wert aktuell bewerten, ergibt sich folgendes Bild:
- 20 Analysten: "Strong Buy"
- 1 Analyst: "Moderate Buy"
- 2 Analysten: "Hold"
- 1 Analyst: "Strong Sell"

Die anstehende Telefonkonferenz am 19. März wird den Fokus auf die Monetarisierung der KI-Dienste und die Stabilität des Qwen-Teams legen. Das Management muss konkrete Antworten liefern, wie die hohen Infrastrukturkosten mittelfristig durch das Wachstum im Cloud-Sektor und eine mögliche Erholung des chinesischen Konsums aufgefangen werden können.

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