Der chinesische Tech-Gigant Alibaba steht vor richtungsweisenden Quartalszahlen. Ausgerechnet in der so wichtigen KI-Sparte Qwen haben zuletzt mehrere Top-Entwickler das Unternehmen verlassen. Nun muss CEO Eddie Wu beweisen, dass die milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz und Cloud-Infrastruktur trotz des personellen Aderlasses erste kommerzielle Früchte tragen.

Turbulenzen in der KI-Sparte

Im Vorfeld der Bilanzpräsentation sorgt ein personeller Umbruch für Unruhe. Mit Lin Junyang hat der technische Leiter und das Gesicht des KI-Modells Qwen den Konzern verlassen. Zuvor waren bereits andere hochrangige Entwickler zur Konkurrenz gewechselt. Um die Stabilität in diesem hart umkämpften Wachstumsmarkt zu sichern, griff CEO Eddie Wu persönlich ein. Er rief eine neue Taskforce ins Leben, die die Entwicklung der KI-Grundlagenmodelle nun direkt auf höchster Managementebene steuert.

Dass die Technologie an sich im Markt ankommt, zeigen die jüngsten Nutzerzahlen. Die Qwen-App verzeichnete im Februar 2026 weltweit 203 Millionen aktive Nutzer. Damit gehört sie hinter ChatGPT zu den gefragtesten KI-Anwendungen überhaupt.

Milliardeninvestitionen auf dem Prüfstand

Neben der personellen Neuaufstellung treibt Alibaba den Ausbau seiner Hardware-Infrastruktur massiv voran. In Shanghai entsteht derzeit ein riesiges Rechenzentrum, das mit den hauseigenen Zhenwu-KI-Chips betrieben wird. Diese Eigenentwicklungen sollen Alibaba unabhängiger machen und laut Unternehmensangaben eine ähnliche Leistung wie Nvidias H20-Prozessoren bieten. Um im globalen KI-Rennen wettbewerbsfähig zu bleiben, plant der Konzern, in den kommenden drei Jahren rund 69 Milliarden US-Dollar in seine Infrastruktur zu investieren.

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Doch rechnet sich dieser enorme finanzielle Aufwand bereits? Diese aggressive Ausgabenpolitik belastet kurzfristig den Cashflow und drückt auf die Margen. Für das abgelaufene Quartal rechnet die Wall Street zwar mit einem Umsatzanstieg von acht Prozent auf knapp 42 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie dürfte jedoch aufgrund der hohen Investitionskosten von 3,09 auf 1,72 US-Dollar sinken.

Blick auf die Aktie und Ausblick

An der Börse spiegelt sich diese abwartende Haltung wider. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund zwölf Prozent an Wert verloren und notiert derzeit bei gut 117 Euro. Der Markt preist die kurzfristigen Belastungen durch den Infrastrukturausbau spürbar ein.

Am kommenden Donnerstag, den 19. März, wird das Management die Bücher öffnen. Die Präsentation wird konkrete Aufschlüsse darüber geben, ob sich das E-Commerce-Kerngeschäft weiter stabilisiert hat und wie stark das Cloud-Wachstum tatsächlich ausfällt. Gleichzeitig muss die Führungsebene aufzeigen, wie sie den ehrgeizigen KI-Fahrplan nach den jüngsten Abgängen operativ umsetzen will.

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