Alibaba Aktie: KI-Riese im Umbruch
Morgan Stanley hat einen klaren Favoriten im chinesischen KI-Sektor gekürt. Trotz jüngster Turbulenzen in der Führungsetage stuft die Investmentbank Alibaba als weltweiten Gewinner im Bereich der Künstlichen Intelligenz ein. Während prominente Entwickler das Unternehmen verlassen, treibt CEO Eddie Wu den Ausbau der eigenen Infrastruktur massiv voran.
Die Zuversicht der Analysten stützt sich auf das umfassende Technologie-Ökosystem des Konzerns. Alibaba kombiniert eigene KI-Chips, weitreichende Cloud-Kapazitäten und fortschrittliche Sprachmodelle unter einem Dach. Diese strategische Positionierung zahlt sich bei den Nutzerzahlen bereits aus. Die hauseigene Qwen-App verzeichnete im Februar einen rasanten Anstieg auf 203 Millionen monatlich aktive Nutzer, verglichen mit rund 31 Millionen im Januar. Sogar Elon Musk lobte kürzlich die hohe Intelligenzdichte der neuen "Small Models" der Qwen 3.5-Serie.
Stühlerücken in der Entwicklungsabteilung
Hinter den Kulissen muss das Unternehmen allerdings personelle Abgänge verkraften. Gestern wurde bekannt, dass Yu Bowen, bisher zuständig für das Post-Training des Qwen-Teams, zum Konkurrenten ByteDance wechselt. Bereits Anfang März hatte der technische Leiter Junyang Lin seinen Hut genommen.
Als Reaktion auf diese Abgänge greift CEO Eddie Wu nun persönlich ein. Er rief eine spezielle Taskforce für Basismodelle ins Leben, die er gemeinsam mit dem Technikchef leitet, um die Entwicklungsprozesse zu straffen. Zudem sicherte sich der Konzern die Dienste von Zhou Hao, einem ehemaligen Spitzenforscher von Google DeepMind, um die Lücken im Team schnell zu schließen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alibaba?
Eigene Chips und Blick auf den Chart
Neben der Software treibt Alibaba auch die Hardware-Unabhängigkeit voran. Die Chip-Sparte T-Head präsentierte den neuen KI-Prozessor Zhenwu 810E. Dieser soll eine leistungsstarke Alternative zu den internationalen Spezialchips bieten, die auf dem chinesischen Markt derzeit starken Exportbeschränkungen unterliegen.
An der Börse spiegelt sich dieser operative Fortschritt momentan noch nicht wider. Nach einem Kursrückgang von knapp 16 Prozent in den letzten 30 Tagen schloss das Papier gestern bei 116,60 Euro. Mit einem RSI von 29,4 bewegt sich der Titel aktuell im überverkauften Bereich, was die Diskrepanz zwischen der positiven operativen Entwicklung und der Marktbewertung unterstreicht.
Für Investoren rückt nun die kommende Handelswoche in den Fokus. Alibaba wird seine Quartalszahlen vorlegen und muss belegen, dass die milliardenschweren Investitionen in die KI-Infrastruktur erste finanzielle Früchte tragen. Flankiert wird dieser Termin von wichtigen makroökonomischen Daten: Am kommenden Mittwoch stehen die Zinsentscheidung der US-Notenbank sowie neue Erzeugerpreisdaten an, die den Bewertungsrahmen für den gesamten Technologiesektor neu justieren werden.
Alibaba-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alibaba-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:
Die neusten Alibaba-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alibaba-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Alibaba: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








