Schwache Quartalsergebnisse, aber steigende Aktie — das klingt widersprüchlich. Alibaba hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen verfehlt, und trotzdem legte der Kurs heute um rund 2,5 Prozent zu. Der Grund: Der Markt blickt offenbar weniger auf die aktuellen Zahlen als auf das, was Alibaba gerade aufbaut.

Gewinn unter Druck, Cloud im Aufwind

Die Zahlen für das Quartal bis Dezember 2025 fallen deutlich aus. Der Umsatz wuchs lediglich um 2 Prozent auf umgerechnet rund 41 Milliarden US-Dollar — und blieb damit spürbar hinter den Analystenerwartungen zurück. Noch auffälliger ist der Einbruch beim Nettogewinn: Dieser sank um 66 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür waren vor allem ein Anstieg der Vertriebs- und Marketingausgaben um 69 Prozent sowie hohe Investitionen in KI-Infrastruktur und das Schnellliefersegment, dessen operatives Ergebnis um 78 Prozent einbrach.

Auf der anderen Seite wächst die Cloud-Sparte mit 36 Prozent im Jahresvergleich kräftig. KI-Produkte verzeichnen bereits das zehnte Quartal in Folge dreistellige Wachstumsraten. Bis zum Geschäftsjahr 2028 plant Alibaba Investitionen von mehr als 55 Milliarden Dollar, mit dem Ziel, Cloud- und KI-Erlöse auf über 100 Milliarden Dollar zu steigern.

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Neue KI-Einheit, neue Produkte

Strukturell baut Alibaba gerade um. Die KI-Aktivitäten wurden aus der Cloud-Sparte herausgelöst und in die neue Einheit „Token Hub" überführt, die direkt unter CEO Eddie Wu operiert. Der Fokus liegt auf Modellen mit hohem Token-Verbrauch — also auf autonomen KI-Agenten, die komplexe Aufgaben selbstständig erledigen.

Heute startete Alibaba International offiziell „Accio Work", eine KI-Plattform für kleine und mittelständische Unternehmen. Das System soll Aufgaben wie Marktanalyse, globales Sourcing und Shop-Optimierung autonom übernehmen. Über 10 Millionen monatlich aktive Nutzer meldet die Plattform bereits. Parallel dazu überschritt die Qwen-App im Februar 300 Millionen monatliche Nutzer, und die eigenen T-Head-KI-Chips sind mit über 470.000 ausgelieferten Einheiten in der Massenproduktion angekommen.

Analysten uneins, Bewertung niedrig

Die Einschätzungen der Analysten gehen weit auseinander. Zephirin senkte das Kursziel heute auf 112 Dollar und stufte die Aktie auf „Sell" herab. Nomura hingegen hält an seiner „Buy"-Empfehlung fest und sieht das Kursziel bei 200 Dollar.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 17 Prozent verloren und notiert aktuell bei etwa 108,60 Euro — deutlich unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 161,60 Euro. Mit einem RSI von unter 30 gilt der Titel technisch als überverkauft. Morgen, am 24. März, könnte eine angekündigte Präsentation neuer Chip-Hardware weiteren Aufschluss über Alibabas technologische Ambitionen geben.

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