Alibaba setzt seine Expansion im KI-Sektor fort und investiert 250 Millionen US-Dollar in das chinesische Technologieunternehmen Meitu. Die Wandelanleihe wurde am 3. Januar 2026 ausgegeben und ist zu einem Preis von 6 Hongkong-Dollar je Aktie wandelbar. Doch hinter dem Deal steckt weit mehr als eine reine Finanzinvestigation – Alibaba sichert sich Zugang zu KI-gestützten E-Commerce-Tools und baut seine Position im hart umkämpften chinesischen Markt aus.

Strategische Partnerschaft mit Meitu

Die Zusammenarbeit zwischen Alibaba und Meitu geht über die Kapitalspritze hinaus. Alibaba wird Meitus KI-gestützte E-Commerce-Werkzeuge bevorzugt auf seinen Plattformen Taobao und Tmall bewerben. Im Gegenzug erhält Meitu Zugang zu Alibabas Cloud-Diensten im Wert von mindestens 560 Millionen Yuan über drei Jahre.

Die Kooperation umfasst:

  • Gemeinsame Entwicklung von Foundation Models und Large Language Models
  • KI-gesteuerte Bild- und Videogenerierung für Händler
  • Multimodale und sprachbasierte KI-Anwendungen

Für Alibaba bedeutet das direkten Zugriff auf kreative KI-Tools, die Händlern die Arbeit erleichtern sollen. Meitu wiederum gewinnt einen mächtigen Distributionspartner für seine E-Commerce-fokussierten KI-Dienste.

Cloud-Geschäft wächst zweistellig

Die Cloud Intelligence Group von Alibaba zeigt sich robust. Im jüngsten Quartal stieg der Umsatz um 34 Prozent auf 5,59 Milliarden US-Dollar. Das EBITDA legte um 35 Prozent auf 506 Millionen Dollar zu – ein Zeichen für verbesserte Profitabilität trotz Expansion.

Die hauseigenen Qwen-KI-Modelle wurden bereits über 600 Millionen Mal heruntergeladen und sind damit die meistgenutzten Open-Source-KI-Modelle weltweit. In mehrsprachigen Anwendungen übertreffen sie mittlerweile Metas Llama-Modelle.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alibaba?

Kerngeschäft unter Druck

Während die Cloud-Sparte glänzt, kämpft das E-Commerce-Geschäft mit sinkenden Margen. Im zweiten Fiskalquartal 2026 wuchs der Umsatz um fünf Prozent auf 247,8 Milliarden Yuan. Gleichzeitig brach der bereinigte Gewinn um 71 Prozent ein, das operative Ergebnis fiel von 35,2 auf 5,4 Milliarden Yuan.

Verantwortlich dafür ist der intensive Wettbewerb mit PDD Holdings, ByteDances Douyin und JD.com. Alibabas „10-Milliarden-Subventionsprogramm" und hohe Marketingausgaben belasten die Rentabilität erheblich. Der freie Cashflow rutschte auf minus 21,8 Milliarden Yuan, während die Investitionsausgaben um 80 Prozent stiegen.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der aktuellen Herausforderungen halten Analysten an ihrer positiven Einschätzung fest. 16 von 17 bewerten die Aktie mit „Kaufen", das durchschnittliche Kursziel liegt bei 205 Dollar – rund 40 Prozent über dem aktuellen Niveau von etwa 152 Dollar.

Die Aktie legte 2025 um über 72 Prozent zu, gab seit den Oktober-Hochs bei 192 Dollar jedoch rund 20 Prozent nach. Mit einem Forward-KGV von etwa 20 handelt Alibaba deutlich günstiger als Amazon (KGV 32) oder der S&P-500-Durchschnitt (KGV 23). Für das Fiskaljahr 2027 erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 8,57 Dollar – ein Anstieg um fast 50 Prozent.

Alibaba-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alibaba-Analyse vom 4. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Alibaba-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alibaba-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Alibaba: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...