Alibaba dreht beim KI-Marketing auf. Kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest will der Konzern seine Qwen-App mit einem großen Werbe- und Incentive-Paket in den Alltag der Nutzer drücken. Dahinter steckt ein klarer Strategiewechsel: Im KI-Rennen zählt nicht mehr nur das beste Modell – sondern wer die meisten Menschen dauerhaft auf die eigene Plattform zieht.

3 Milliarden Yuan fürs Nutzerwachstum

Konkret plant Alibaba laut Bericht rund 3 Milliarden Yuan (etwa 431 Millionen US-Dollar) für die Bewerbung der Qwen-KI-App ein. Die Kampagne startet am 6. Februar und setzt auf Anreize rund um Essen, Unterhaltung und Freizeit. Timing ist dabei alles: Das Neujahrsfest beginnt am 15. Februar und dauert neun Tage – eine Phase, in der Millionen Menschen viel konsumieren, reisen und digitale Dienste besonders intensiv nutzen.

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Die Idee ist simpel: Wer Chatbots in dieser Hochsaison in alltägliche Routinen einbettet, erhöht die Chance, dass sie auch danach genutzt werden. Genau dieses Prinzip hat in China schon früher geholfen, neue Technologien schnell zu skalieren – etwa im Bereich Mobile Payments.

Neuer Kampfplatz: Wer wird zur „Super-Eingangstür“?

Mit dem Budget setzt Alibaba die Konkurrenz sichtbar unter Druck. Tencent soll für ähnliche Promotions rund 1 Milliarde Yuan eingeplant haben, Baidu etwa 500 Millionen Yuan. Das macht deutlich, wie wertvoll der Moment für Nutzergewinnung ist.

Im Kern geht es um eine Art „Super-Eingang“: eine zentrale KI-Schnittstelle, die verschiedene Dienste verbindet – von E-Commerce bis Messaging. Wer diese Rolle besetzt, sitzt an einer extrem attraktiven Stelle im digitalen Alltag.

Nicht nur Werbung: Modelle und Chips als Fundament

Die Offensive ist jedoch nur ein Teil der KI-Strategie. Parallel arbeitet Alibaba weiter an der Technikbasis. Die Cloud-Sparte entwickelt neue Modelle; das Qwen3-Max-Thinking soll in Benchmarks mit führenden internationalen Systemen vergleichbar abgeschnitten haben.

Dazu kommt die Hardware-Seite: Die Chip-Einheit T-Head hat zuletzt Details zum Zhenwu 810E genannt – einem High-End-KI-Chip aus eigener Entwicklung, der sowohl Training als auch Inferenz unterstützen soll. Ziel ist eine stärkere, heimische Infrastruktur für KI-Workloads. Zudem gibt es Spekulationen über einen möglichen späteren Börsengang von T-Head.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Werbebudget: ca. 3 Mrd. Yuan (≈ 431 Mio. US-Dollar)
- Ziel: mehr Nutzer für die Qwen AI App
- Start der Kampagne: 6. Februar 2026
- Hebel: Incentives rund um Konsum & Freizeit zum Neujahrsfest
- Vergleich: Budget laut Bericht deutlich über Tencent und Baidu

Auch an der Börse spiegelt sich zuletzt eine abgekühlte Stimmung: Die Aktie schloss heute bei 142,00 € und liegt in den vergangenen 30 Tagen 8,82% im Minus.

Am 6. Februar fällt der Startschuss für die Kampagne – und damit ein erster Praxistest, ob sich die hohe Summe in spürbar mehr Nutzung übersetzen lässt, gerade in der entscheidenden Neujahrsphase ab 15. Februar.

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