Aixtron liefert für 2025 solide Ergebnisse im Rahmen der eigenen Erwartungen – doch der Blick nach vorn bleibt vorsichtig. Während Optoelektronik dank KI- und Datacenter-Trends spürbar anschiebt, bremst die schwache Nachfrage in Teilen der Leistungselektronik. Wie viel Rückenwind steckt also wirklich in der Optoelektronik-Offensive?

Zahlen 2025: Umsatz rückläufig, Cashflow stark

Unterm Strich kam Aixtron 2025 auf 556,6 Mio. Euro Umsatz, ein Minus von 12% gegenüber dem Vorjahr. Wichtig: Damit landete das Unternehmen am oberen Ende der zuvor angepassten Prognose. Das EBIT fiel auf 100,3 Mio. Euro (‑24%), was Aixtron mit dem geringeren Volumen und negativen Währungseffekten begründet. Die EBIT-Marge lag bei 18% und damit in der Mitte der in Aussicht gestellten Spanne.

Beim Auftragseingang zeigte sich zum Jahresende mehr Dynamik: Für 2025 stehen 544,3 Mio. Euro zu Buche. Im vierten Quartal zog das Tempo an, die Bestellungen lagen bei 169,6 Mio. Euro37% mehr als im dritten Quartal. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende bei 257,8 Mio. Euro. Positiv sticht zudem der Free Cashflow hervor, der sich auf 181,9 Mio. Euro verbesserte.

Optoelektronik zieht – Leistungselektronik bremst

Die Nachfrage nach Anlagen für Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN) blieb in westlichen Märkten verhalten. Asien wirkte hier laut Unternehmen stabilisierend. Der klare Lichtblick kam aus der Optoelektronik: Treiber waren laut Aixtron der steigende Bedarf an Laser- und Photoniklösungen – insbesondere für KI-Anwendungen und Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung. Als operativen Meilenstein meldete das Unternehmen zudem die Auslieferung der 100. G10-SiC-Anlage.

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Am Markt kam die Gemengelage zuletzt dennoch gut an: Die Aktie schloss am Freitag bei 27,15 Euro, ein Tagesplus von 7,52% – und markierte zugleich ein neues 52‑Wochen-Hoch.

2026: Umsatz soll weiter sinken

Für 2026 bleibt Aixtron vorsichtig. Das Management erwartet einen Umsatz von rund 520 Mio. Euro (mit ± 30 Mio. Euro Bandbreite). Die EBIT-Marge soll zwischen 16 und 19% liegen. Als wesentliche Umsatztreiber nennt das Unternehmen Anwendungen in der optischen Datenkommunikation sowie die GaN-Leistungselektronik.

Der Knackpunkt: Trotz intakter langfristiger Treiber wie KI-Infrastruktur, erneuerbare Energien und Elektromobilität stellt Aixtron für 2026 zunächst einen weiteren Umsatzrückgang in Aussicht – die Aktie muss damit künftig nicht nur Wachstumshoffnungen, sondern vor allem eine schwächere Jahresprognose einpreisen.

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