Zwei Impulse treffen bei Aixtron in dieser Woche zusammen: Der Chipausrüster steigt in den STOXX Europe 600 auf – und die Deutsche Bank zieht mit einer Hochstufung nach. Genau diese Kombination treibt eine Rally, obwohl 2025 operativ schwierig war und 2026 vom Management ausdrücklich als Übergangsjahr beschrieben wird. Was steckt hinter dem Optimismus der Börse?

STOXX Europe 600: Mechanischer Nachfrage-Schub

STOXX Ltd. nimmt Aixtron zum Handelsstart am 23. März 2026 in den STOXX Europe 600 auf. Solche Indexaufnahmen gelten als strukturell relevant, weil sie oft automatische Käufe nach sich ziehen – etwa durch passive Fonds, die Indizes nachbilden.

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Im Rahmen der quartalsweisen Überprüfung werden neben Aixtron auch Pirelli und Zabka neu aufgenommen. Tecan, Amplifon und Greggs fliegen aus dem Index.

Deutsche Bank hebt Kursziel an

Zusätzlichen Rückenwind lieferte am Montag die Deutsche Bank: Sie stufte die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel von 20 auf 31 Euro. Auslöser waren die Geschäftszahlen 2025 – vor allem ein starker Auftragseingang im vierten Quartal. Gleichzeitig blieb der Ausblick für 2026 vorsichtig, inklusive eines schwachen ersten Quartals.

Die Bank verweist dabei auf die zweite Seite der Aixtron-Story: Ein zyklisches Tief im SiC-Werkzeuggeschäft soll durch eine deutlich stärkere Optoelektronik kompensiert werden. Der von KI-Rechenzentren getriebene Laser-Trend könne laut Deutsche Bank bis 2027 und darüber hinaus tragen.

Zahlen 2025, Ausblick 2026: Übergangsjahr bleibt der Haken

2025 ging der Umsatz um 12% auf 556,6 Mio. Euro zurück, das EBIT sank um 24% auf 100,3 Mio. Euro, der Jahresüberschuss lag bei 85,3 Mio. Euro. Für den Markt wichtig: Aixtron erreichte damit das obere Ende der eigenen Prognose. Eine negative Überraschung blieb aus.

Auffällig war die Cash-Entwicklung: Der operative Cashflow stieg auf 208,4 Mio. Euro, zum Jahresende meldete das Unternehmen 224,6 Mio. Euro an liquiden Mitteln. Trotz Gewinnrückgangs soll die Dividende bei 0,15 Euro je Aktie stabil bleiben.

Für 2026 erwartet CEO Felix Grawert rund 520 Mio. Euro Umsatz (±30 Mio.) und eine EBIT-Marge von 16 bis 19%. Belastend wirkt laut Unternehmen vor allem ein spürbarer Rückgang bei Anlagen für Siliziumkarbid-Halbleiter – die Auftragsbücher leiden hier unter Überkapazitäten im Markt. Als Gegenpol nennt Aixtron eine steigende Nachfrage nach Laser- und Photonik-Lösungen für KI-Anwendungen und Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung. Dazu kommt ein vereinbarter Mitarbeiterabbau am Standort Herzogenrath; die Kosten liegen im mittleren einstelligen Millionenbereich.

An der Börse spiegelt sich der Rückenwind bereits im Kursbild: Mit 29,24 Euro markierte die Aktie heute ein neues 52-Wochen-Hoch; auf 30 Tage gerechnet steht ein Plus von 47,98%.

Im Kalender ist der nächste Fixpunkt die Hauptversammlung am 13. Mai 2026. Entscheidend wird bis dahin, ob sich die erwartete Belebung in der zweiten Jahreshälfte 2026 über die Auftragslage untermauern lässt – während 2026 operativ klar als Übergangsjahr eingeordnet bleibt.

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