Airbus Aktie: Rekordgewinn reicht nicht
Der europäische Luftfahrtriese legte am Donnerstag Zahlen vor, die auf den ersten Blick beeindrucken: Der Umsatz kletterte 2025 um 6 Prozent auf 73,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis sprang von 5,4 Milliarden auf 7,1 Milliarden Euro – ein Plus von mehr als 30 Prozent. Unter dem Strich verdiente Airbus 6,89 Euro je Aktie, deutlich mehr als die 5,05 Euro im Vorjahr. Die Dividende soll von 3,00 auf 3,20 Euro steigen.
Doch die Börse zeigte sich unbeeindruckt. Die Aktie sackte am Donnerstag um knapp 8 Prozent auf 185,04 Euro ab. Was war passiert?
Ausblick enttäuscht die Anleger
Im vierten Quartal verfehlte Airbus die Umsatzerwartungen deutlich. Statt der prognostizierten 27,5 Milliarden Euro erlöste der Konzern nur 25,98 Milliarden Euro – ein Minus von 5,5 Prozent gegenüber den Schätzungen. Das weckt Zweifel, ob die ehrgeizigen Pläne für 2026 realistisch sind.
Für das laufende Jahr peilt Airbus rund 870 Flugzeugauslieferungen an, nach 793 im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von knapp 10 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis soll auf etwa 7,5 Milliarden Euro steigen. Analysten halten diese Ziele angesichts anhaltender Lieferkettenprobleme für ambitioniert. Die Investmentbank Jefferies ließ die Einstufung bei "Hold" und kommentierte, der Ausblick sei schwächer als erwartet ausgefallen.
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Triebwerksprobleme als Belastung
Besonders die Versorgung mit Triebwerken von Pratt & Whitney bereitet weiterhin Kopfzerbrechen. Diese Engpässe hatten bereits 2025 die Produktionssteigerung gebremst. Um die Lieferkette besser unter Kontrolle zu bringen, übernahm Airbus im vergangenen Jahr Teile des Zulieferers Spirit AeroSystems samt etwa 4.000 Mitarbeitern. Die Integration umfasst kritische Komponenten für die Programme A350 und A220.
Der freie Cashflow vor Kundenfinanzierung belief sich 2025 auf 4,6 Milliarden Euro und soll 2026 bei rund 4,5 Milliarden Euro verharren. Die Nettoliquidität stieg leicht von 11,8 Milliarden auf 12,2 Milliarden Euro.
Der Auftragsbestand bleibt beeindruckend: 8.754 Flugzeuge im Wert von etwa 619 Milliarden Euro. Die A320-Familie macht davon 82 Prozent aus. Die Nachfrage ist also da – die Frage ist nur, ob Airbus sie zeitnah bedienen kann.
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