Airbus hat seine Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt – und dabei ein Thema offengelegt, das Investoren hellhörig machen dürfte: Die Produktionspläne für die kommenden Jahre müssen nach unten korrigiert werden. Grund ist ein massiver Engpass bei den Triebwerken von Pratt & Whitney, einer Tochter von RTX. Der europäische Flugzeugbauer lieferte im vergangenen Jahr 793 Maschinen aus und übertraf damit erstmals wieder die 766 Jets aus 2024. Doch der geplante Rekordlauf stockt.

Produktionsziele gesenkt

Ursprünglich wollte Airbus bis Ende 2027 eine monatliche Produktionsrate von 75 Schmalrumpfjets erreichen. Jetzt lautet das Ziel: 70 bis 75 Jets pro Monat bis Ende 2027, mit einer Stabilisierung bei 75 danach. Für 2026 plant der Konzern 870 Auslieferungen – weniger als von Analysten erwartet, die mit rund 896 Maschinen gerechnet hatten.

CEO Guillaume Faury machte die Lage klar: „Pratt & Whitney hat es versäumt, sich zur Anzahl der von Airbus bestellten Triebwerke zu verpflichten. Das wirkt sich negativ auf unsere diesjährige Prognose und den Hochlauf aus." Normalerweise werden solche Vereinbarungen rund 18 Monate im Voraus getroffen – für 2026 und 2027 gibt es jedoch noch keine Einigung zwischen den beiden Unternehmen.

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Zahlen besser als erwartet

Trotz der Lieferkettenprobleme konnte Airbus finanziell überzeugen. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 73,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT Adjusted) kletterte um 33 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich verblieben 5,2 Milliarden Euro Gewinn – ein Plus von 23 Prozent. Die Dividende soll von 3,00 Euro auf 3,20 Euro steigen.

Für das laufende Jahr peilt Airbus ein bereinigtes EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro an sowie einen freien Cashflow vor Kundenfinanzierung von etwa 4,5 Milliarden Euro. Das Auftragspolster bleibt gewaltig: Der Auftragsbestand belief sich Ende 2025 auf 618,8 Milliarden Euro.

A220-Rampenhochlauf verschoben

Auch beim kleineren A220-Modell läuft es nicht nach Plan. Die Integration der übernommenen Arbeitspakete von Spirit AeroSystems verzögert sich. Airbus strebt nun eine monatliche Rate von 13 A220 bis 2028 an – ein weiterer Dämpfer für die Wachstumsambitionen. Bei der A330 bleibt das Ziel von fünf Jets pro Monat bis 2029 bestehen, die A350 soll 2028 eine Rate von zwölf Maschinen erreichen.

Die Nachfrage nach Flugzeugen ist laut Faury „sehr stark", doch die Realität sieht anders aus: Triebwerksengpässe, Lieferkettenprobleme und Integrationsschwierigkeiten nach Übernahmen bremsen den Hochlauf. Für Anleger bleibt die Frage, wie lange sich diese Verzögerungen hinziehen – und ob die Konkurrenz die Lücke nutzt.

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