Fermi steht vor einer doppelten Belastungsprobe. Während das Unternehmen für sein erstes Geschäftsjahr einen hohen Millionenverlust ausweist, drückt das Ende einer wichtigen Haltefrist für Insider zusätzlich auf die Stimmung. Der Markt reagiert empfindlich auf die Kombination aus roten Zahlen und der fehlenden Zusage eines Großmieters für das Prestigeprojekt in Texas.

Fermi meldete für das Rumpfgeschäftsjahr 2025 einen Nettoverlust nach GAAP von 486,4 Millionen US-Dollar. Auf die einzelne Aktie heruntergerechnet entspricht dies einem Minus von 1,13 US-Dollar. Die Nachricht löste am Markt eine Verkaufswelle aus. Aktuell notiert das Papier bei 4,15 Euro, was einem Tagesminus von fast 23 Prozent entspricht.

Hohe Investitionen und fehlende Mieter

Ein genauer Blick auf die Zahlen relativiert das Defizit teilweise. Rund 441,8 Millionen US-Dollar des Verlusts gehen auf nicht zahlungswirksame Posten zurück, darunter aktienbasierte Vergütungen und Marktwertanpassungen bei Finanzinstrumenten. Mit einer Cash-Position von 408,5 Millionen US-Dollar zum Jahresende verfügt das Unternehmen über liquide Mittel für den weiteren Ausbau seiner Infrastruktur.

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Sorgen bereitet Investoren jedoch die Vermarktung des „Project Matador“. Fermi baut in Texas einen massiven Energie-Campus für KI-Anwendungen, hat aber noch keinen verbindlichen Mieter unter Vertrag. Gründer und CEO Toby Neugebauer verteidigte dieses Vorgehen in einem Aktionärsbrief. Man wolle den richtigen Partner finden, statt überstürzt Verträge zu unterzeichnen, die den eigenen Risikostandards nicht entsprechen.

Ende der Haltefrist belastet zusätzlich

Die Veröffentlichung der Zahlen fällt zeitlich mit einem kritischen technischen Ereignis zusammen. Am heutigen 30. März 2026 endet die Lock-up-Frist für Insider und frühe Investoren. Damit werden rund 32,5 Millionen Aktien für den Handel frei. Da diese Papiere beim Börsengang im Oktober 2025 noch für 21 US-Dollar ausgegeben wurden, ist der Verkaufsdruck angesichts des massiven Kursverfalls seit dem IPO enorm.

Trotz der finanziellen Belastungen meldet Fermi Fortschritte bei der operativen Umsetzung:

  • Genehmigung für 6 Gigawatt Erdgas-Kapazität gesichert
  • Lizenzantrag für vier Kernreaktoren eingereicht
  • Finanzierung über 165 Millionen US-Dollar für Gasturbinen fixiert

Die Marktreaktion zeigt, dass die operativen Erfolge die Sorgen über fehlende Mieteinnahmen derzeit nicht aufwiegen können. Die Auslieferung der ersten Gasturbinen ist für das Jahr 2028 geplant.

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