Airbus Aktie: Short-Interesse verdreifacht sich fast
Das Leerverkaufsinteresse an Airbus-Aktien hat im März einen ungewöhnlichen Sprung gemacht. Innerhalb weniger Wochen stieg die Zahl der leerverkauften Aktien um rund 62 Prozent — ein Zeichen wachsender Skepsis unter Marktteilnehmern gegenüber der kurzfristigen Lieferfähigkeit des Konzerns.
Lieferrückstand als Kernproblem
Bis Mitte März hatte Airbus laut mwb Research rund 95 Flugzeuge ausgeliefert. Das entspricht etwa 11 Prozent des Jahresziels von 870 Maschinen — ein verhaltener Start. Als Hauptbremse gilt weiterhin die eingeschränkte Triebwerksverfügbarkeit. Zusätzlich belasten Lieferkettenrisiken im Nahen Osten die Planung.
Kein Wunder also, dass die Aktie unter Druck steht: Seit Jahresbeginn hat sie rund 18 Prozent an Wert verloren und notiert deutlich unterhalb ihrer gleitenden Durchschnitte.
Indien als langfristige Option
Parallel zur aktuellen Belastung treibt Airbus die geografische Diversifizierung voran. Berichten vom 27. März zufolge prüft der Konzern den Aufbau einer Endmontagelinie in Indien für ATR-Turboprop-Regionalflugzeuge. Hintergrund sind Indiens staatliche Programme zur Anbindung kleinerer Städte an das Luftverkehrsnetz. Bereits eine Hubschrauber-Montagelinie für das Modell H125 wurde in der Region erfolgreich etabliert. Das ATR-Projekt befindet sich jedoch noch in der Prüfungsphase.
Jahresziele bleiben ehrgeizig
Das Management hält an seiner Jahresprognose fest: 870 Auslieferungen und ein bereinigtes EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro. Im jüngsten Quartal übertraf der Konzern mit einem Ergebnis je Aktie von 0,95 Dollar die Konsensschätzung von 0,88 Dollar. Beim Umsatz blieb Airbus mit 30,25 Milliarden Dollar allerdings spürbar hinter den erwarteten 33,55 Milliarden Dollar zurück.
Neun Analysehäuser vergeben im Schnitt ein „Hold"-Rating. Die Meinungen sind gespalten: Auf der einen Seite steht das Verteidigungsgeschäft — darunter die 37,5-Prozent-Beteiligung an MBDA — als Kurspotenzial, auf der anderen die ungelösten Fragen rund um das kommerzielle Lieferprogramm. Ob die Auslieferungsrate im zweiten Quartal deutlich anzieht, wird darüber entscheiden, ob das Jahresziel noch erreichbar bleibt.
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