AeroVironment Aktie: Langfristige Projektionen
In nur wenigen Tagen hat AeroVironment eine der extremsten Kurskapriolen im Verteidigungssektor erlebt. Auslöser waren zwei Ereignisse mit entgegengesetzter Wirkung: die Wiedereröffnung eines milliardenschweren Satellitenkommunikations-Auftrags durch die US Space Force und eine 186-Millionen-Dollar-Order der US Army. Am 10. März folgen die Q3-Zahlen – und damit eine erste Antwort darauf, wie stabil das Geschäftsmodell wirklich ist.
40 Prozent Intraday-Schwankung
Am 2. März schossen die Papiere zunächst über 20 Prozent nach oben, befeuert durch geopolitische Spannungen nach gemeinsamen US-israelischen Militärschlägen gegen iranische Infrastruktur. Doch die Euphorie währte nur Stunden. Als bekannt wurde, dass die US Space Force den 1,4 Milliarden Dollar schweren SCAR-Auftrag (Satellite Communications Augmentation Resource) neu ausschreibt, kippte die Stimmung. Der Vertrag war ursprünglich an BlueHalo vergeben worden – eine Tochter, die AeroVironment im vergangenen Jahr übernommen hatte. Das Pentagon begründete die Neuausschreibung mit dem Wunsch nach diversifizierteren Lieferketten und niedrigeren Kosten.
Raymond James reagierte prompt und stufte die Aktie von "Strong Buy" auf "Underperform" herab. Analyst Brian Gesuale bezeichnete SCAR als das größte Einzelprogramm im Portfolio von AeroVironment. Hinzu kommt: Die US-Regierung drängt 2026 verstärkt auf "Firm-Fixed-Price"-Verträge, die das finanzielle Risiko stärker auf die Auftragnehmer verlagern.
Gegenwind und Rückenwind zugleich
AeroVironment widersprach der negativen Interpretation. Das Unternehmen bestätigte, aktiv mit der Space Force zu verhandeln und den Auftrag auf ein Festpreismodell umzustellen – was eine schnellere Lieferung ermöglichen soll. Analysten von Jefferies und BTIG relativierten die Panik: Selbst im schlechtesten Fall würde SCAR nur etwa 5 bis 6 Prozent des Jahresumsatzes 2026 ausmachen.
Unterdessen lieferte die US Army Anfang März eine wichtige Stütze: Sie bestellte für 186 Millionen Dollar Switchblade-Drohnen der nächsten Generation – darunter erstmals die Varianten Block 2 (Switchblade 600) und Block 20 (Switchblade 300) mit verstärkter Panzerungsdurchschlagskraft. Die Order fällt unter einen bestehenden Fünf-Jahres-Vertrag mit einem Volumen von 990 Millionen Dollar. AeroVironment produziert nach eigenen Angaben jährlich 14.400 Switchblade-Einheiten.
Ausbau und Führungswechsel
Parallel dazu investiert das Unternehmen über 30 Millionen Dollar in die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten in Albuquerque, New Mexico. Der Bundesstaat New Mexico steuert 5 Millionen bei, die Stadt Albuquerque weitere 1 Million. Gleichzeitig steht ein Führungswechsel bevor: CFO Kevin McDonnell hat seinen Rückzug angekündigt. Er hatte maßgeblich die BlueHalo-Übernahme vorangetrieben.
Was die Zahlen zeigen werden
Am 10. März veröffentlicht AeroVironment die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 (endete am 31. Januar). Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatz zwischen 1,95 und 2,0 Milliarden Dollar – allerdings bei einem erwarteten Nettoverlust. Im Vorjahresquartal war der Umsatz um 151 Prozent gestiegen. Der Auftragsbestand liegt bei 2,8 Milliarden Dollar.
Die Quartalszahlen werden zeigen, wie gut AeroVironment die Integration neuer Technologien und die Skalierung der Switchblade-Produktion gelingt – und ob das operative Geschäft robust genug ist, um den Wirbel um SCAR zu verkraften.
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