Der Drohnenhersteller AeroVironment meldet einen millionenschweren Auftrag der US-Armee für seine Switchblade-Systeme. Doch anstatt einer Kursrallye reagierten Anleger mit Verkäufen. Der Grund für die Zurückhaltung liegt in der extrem hohen Bewertung der Aktie und der spezifischen Struktur des Deals, der weniger neu ist, als es auf den ersten Blick scheint.

Der Haken am Millionen-Deal

Auf dem Papier lesen sich die Nachrichten beeindruckend: Die US-Armee orderte für 186 Millionen Dollar die nächste Generation der "Lauer-Munition" (Loitering Munitions), konkret die Modelle Switchblade 600 und 300. Diese Systeme sollen mit besserer Optik und höherer Ausdauer auf modernen Schlachtfeldern zum Einsatz kommen.

Marktbeobachter ordneten die Meldung jedoch schnell nüchtern ein. Die Gelder stammen aus einem bereits bekannten Rahmenvertrag über 990 Millionen Dollar, der schon im August 2024 geschlossen wurde. Es handelt sich folglich nicht um gänzlich neue Umsatzströme, sondern um den Abruf bereits erwarteter Volumina. Da dieser Umsatz im Auftragsbestand bereits antizipiert war, blieb die Euphorie aus.

Hohe Bewertung bremst Fantasie

Das Hauptproblem für die Aktie bleibt die fundamentale Bewertung. AeroVironment handelt derzeit mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von fast 11 und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 150. Diese Kennzahlen liegen deutlich über dem Durchschnitt der Rüstungsindustrie und implizieren massive Wachstumserwartungen.

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Nach dem jüngsten Rücksetzer auf 213,50 Euro am Freitag zeigt sich, dass Anleger bei diesen Preisen extrem sensibel auf Margenfragen reagieren. Solange keine deutliche Profitabilitätssteigerung sichtbar wird, nutzen Investoren Nachrichten wie den aktuellen Auftrag eher für Gewinnmitnahmen.

Unsicherheit im Management

Zusätzliche Unruhe bringt eine Personalentscheidung in die Führungsetage. Finanzvorstand Kevin McDonnell kündigte seinen Rücktritt für Ende Juli 2026 an. Zwar bleibt er für den Übergang an Bord, doch der anstehende Wechsel fällt in eine komplexe Phase der Unternehmensentwicklung.

Der Drohnen-Spezialist muss derzeit nicht nur das organische Wachstum managen, sondern auch die Integration von BlueHalo bewältigen. Diese Übernahme gilt als entscheidender Baustein für die zukünftige Ausrichtung, bindet jedoch Ressourcen und birgt Ausführungsrisiken.

Zahlen im März entscheidend

Der Blick der Anleger richtet sich nun auf den 10. März 2026. Nach Börsenschluss wird das Unternehmen die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen. CEO Wahid Nawabi muss dann konkrete Belege liefern, dass die operative Marge die sportliche Bewertung der Aktie rechtfertigt.

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