Die US-Regierung unter Trump hat dem KI-Unternehmen Anthropic den Zugang zum Verteidigungssektor gesperrt. Für Palantir bedeutet das: Die militärische KI-Plattform Maven Smart Systems, die auf Anthropics Claude-Modell aufbaut, muss umgebaut werden. Das trifft den Konzern ausgerechnet nach einem Rekordquartal – und wirft die Frage auf, wie schnell sich die Lücke schließen lässt.

Maven muss neu gebaut werden

Das Problem wiegt schwer: Maven Smart Systems, Palantirs Software für militärische Geheimdienstanalysen und Waffensysteme, nutzt Workflows, die auf Anthropics Claude-KI basieren. Verteidigungsminister Pete Hegseth hat allen Auftragnehmern befohlen, die Zusammenarbeit mit Anthropic sofort zu beenden. Für Palantir, dessen Maven-Verträge mit dem Pentagon und Sicherheitsbehörden über eine Milliarde Dollar wert sind, entsteht damit ein operatives Problem.

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Der Austausch von Claude wird Monate dauern und könnte die Leistungsfähigkeit von Maven vorübergehend einschränken. Branchenexperten sehen die Aufgabe als technisch anspruchsvoll, weil viele Komponenten direkt um die Fähigkeiten der KI herum konstruiert wurden. Analysten von Piper Sandler schrieben, Anthropic sei „tief im Militär- und Geheimdienstbereich verankert" – der Wechsel könne „kurzfristige Störungen" verursachen.

CEO Alex Karp äußerte sich auf einer Konferenz in Washington indirekt zu dem Konflikt: Silicon-Valley-Firmen, die behaupten, KI werde Bürojobs ersetzen, und gleichzeitig „das Militär im Stich lassen", könnten eine „Verstaatlichung unserer Technologie" herbeiführen.

Rekordquartal als Fundament

Trotz der Maven-Umstellung steht Palantir finanziell solide da. Im vierten Quartal 2025 übertraf das Unternehmen die Erwartungen deutlich: Der Umsatz stieg um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar – die höchste Wachstumsrate seit dem Börsengang. Das US-Geschäft macht inzwischen 77 Prozent des Gesamtumsatzes aus und legte um 93 Prozent zu.

Besonders stark wuchs das US-Geschäft mit kommerziellen Kunden: plus 137 Prozent im Jahresvergleich. Für 2026 peilt Palantir einen Gesamtumsatz von rund 7,2 Milliarden Dollar an, das US-Kommerzgeschäft soll mindestens 115 Prozent zulegen. Der Konzern verfügt über 7,2 Milliarden Dollar in bar und kurzfristigen Staatspapieren.

Hohe Bewertung trifft auf Unsicherheit

Palantir wird derzeit mit mehr als dem Hundertfachen des prognostizierten Gewinns gehandelt – ein Bewertungsniveau, das massive Wachstumserwartungen voraussetzt. Nach einem Kursrückgang von 34 Prozent vom Höchststand im Jahr 2025 hat sich die Aktie zuletzt im Zuge einer breiteren Markterholung stabilisiert. Kritiker verweisen auf die hohe Abhängigkeit von Staatsaufträgen und zunehmenden Wettbewerb durch Snowflake, Databricks und Cloud-Giganten.

Schwächen zeigen sich im internationalen Geschäft: Dort wuchs der Umsatz im vierten Quartal nur um acht Prozent – ein Hinweis auf die Schwierigkeiten, außerhalb der USA Fuß zu fassen.

Technischer Stresstest für Palantir

Die kommenden Monate werden zeigen, ob Palantir den Maven-Umbau ohne größere Einbußen bewältigen kann. Das Unternehmen hat sich tief in die KI-Strategie des Pentagons eingearbeitet und gilt als Kernlieferant für die Modernisierung der US-Streitkräfte. Die Anthropic-Sperre betrifft die gesamte Branche und könnte dazu führen, dass politische Faktoren künftig stärker darüber entscheiden, welche KI-Anbieter als „sicher" gelten. Am 11. Mai folgen die nächsten Quartalszahlen.

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