Adobe galt lange als einer der großen Profiteure des KI-Booms, doch die Stimmung an der Wall Street hat sich spürbar gedreht. Nach einer Reihe kritischer Analystenkommentare hat nun auch das Investmenthaus Oppenheimer sein Rating gesenkt. Die zentrale Befürchtung: Der erhoffte Wachstumsschub durch Künstliche Intelligenz bleibt bisher hinter den Erwartungen zurück, während die Konkurrenz aufrüstet.

Erwarteter Wachstumsschub bleibt aus

Am Dienstagmorgen stufte Oppenheimer die Adobe-Aktie von „Outperform“ auf „Perform“ herab. Die Analysten begründeten diesen Schritt mit der Erkenntnis, dass sich die antizipierte Beschleunigung des Geschäfts durch KI-Anwendungen nicht im erwarteten Maße eingestellt hat. Das Unternehmen befinde sich in einem „herausfordernden operativen Umfeld“ inmitten des technologischen Übergangs.

Die Reaktion am Markt folgte prompt: Im frühen Handel verlor das Papier 2,6 Prozent. Damit setzt sich ein negativer Trend fort, der sich auch in der Performance der letzten 12 Monate widerspiegelt, in denen die Aktie über 18 Prozent an Wert einbüßte.

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Welle der Herabstufungen

Die Skepsis von Oppenheimer ist kein Einzelfall, sondern Teil einer breiteren Neubewertung durch führende Finanzinstitute in den letzten Tagen:

  • Goldman Sachs (12. Januar): Aufnahme der Bewertung mit einem „Sell“-Rating. Die Experten zweifeln daran, dass Adobe sein Wachstum langfristig über 10 Prozent halten kann.
  • BMO Capital Markets (9. Januar): Abstufung auf „Market Perform“. Trotz attraktiver Bewertung sehen die Analysten größere Wettbewerbsrisiken im Kreativmarkt.
  • Jefferies (5. Januar): Senkung auf „Hold“. Begründung: Zunehmender Druck durch KI-gestützte Alternativen, die besonders für Gelegenheitsnutzer attraktiv sind.

Der Konsens der Analysten verschiebt sich damit deutlich. Während Adobes KI-Tools wie „Firefly“ zwar populär sind, wächst die Sorge, dass die Monetarisierung schwieriger wird als gedacht. Insbesondere im Segment der kleineren Unternehmen, Studenten und Freelancer sehen Marktbeobachter eine wachsende Gefahr durch günstigere und wendigere Konkurrenten.

Blick auf die Zahlen

Abseits der Analystenmeinungen treibt Adobe seine strategischen Partnerschaften voran. So wurde für den 1. März 2026 der Start eines neuen, vereinheitlichten Partnerprogramms angekündigt, und die Zusammenarbeit mit dem MarTech-Unternehmen „Further“ wurde ausgebaut.

Für Anleger wird es nun entscheidend sein, wie sich diese strategischen Schritte in den Büchern niederschlagen. Der nächste wichtige Termin ist die Veröffentlichung der Quartalszahlen, die voraussichtlich um den 11. März 2026 ansteht. Bis dahin dürfte die Aktie, für die das durchschnittliche Analysten-Rating mittlerweile nur noch bei „Hold“ liegt, unter genauer Beobachtung stehen.

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