Adobe Aktie: Trotzt der Skepsis
Die Adobe-Aktie hatte in dieser Woche einen schweren Stand, belastet durch eine Analysten-Herabstufung und anhaltende Zweifel an der KI-Strategie des Konzerns. Am Donnerstag jedoch sorgte eine positive Meldung aus dem operativen Geschäft für spürbare Erleichterung. Überraschend starke Daten zum US-Weihnachtsgeschäft deuten darauf hin, dass zumindest ein Kernbereich des Software-Riesen robuster ist, als viele Marktteilnehmer befürchtet hatten.
Starke Daten kontern Analysten-Votum
Auslöser für die Stabilisierung waren neue Zahlen der Adobe Analytics Cloud. Diese bestätigten, dass die US-Online-Verkäufe im Weihnachtsgeschäft 2025 die Marke von 257 Milliarden US-Dollar übertrafen. Damit wurden Adobes eigene interne Prognosen übertroffen. Für Investoren ist dies ein wichtiges Signal: Die zugrundeliegende Nachfrage im digitalen Handel – ein entscheidender Umsatztreiber für Adobes Experience Cloud Kunden – zeigt sich trotz makroökonomischer Unsicherheiten widerstandsfähig.
Diese operativen Erfolge stehen im direkten Kontrast zur Stimmungslage zu Wochenbeginn. Das Analysehaus Jefferies hatte die Aktie am Montag von "Buy" auf "Hold" herabgestuft. Als Begründung nannten die Experten eine bisher begrenzte Umsatzsteigerung durch Künstliche Intelligenz ("AI inflection") und wachsenden Wettbewerbsdruck. Der Markt befindet sich aktuell in einer Phase der Abwägung zwischen diesen strukturellen KI-Sorgen und der bestätigten Stärke im angestammten Analyse-Geschäft.
Strategische Offensive und Bewertung
Um den Bedenken bezüglich der Konkurrenzfähigkeit entgegenzutreten, forciert Adobe seine Strategie im Bereich generatives Video. Im Fokus steht dabei die Integration von Funktionen, die aus der Partnerschaft mit Runway für die Firefly-KI-Tools resultieren. Anleger suchen hier nach konkreten Beweisen, dass der Konzern seine Dominanz im Kreativsektor auch gegen neue, rein auf KI spezialisierte Wettbewerber verteidigen kann.
Mit einem aktuellen Kurs von rund 340 US-Dollar notiert das Papier deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von über 445 US-Dollar. Analysten, die an der langfristigen Stärke des Unternehmens festhalten, verweisen auf die historisch günstige Bewertung. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 20 und ein starker operativer Cashflow werden von Befürwortern als Argumente für eine Unterbewertung in der aktuellen "Deep-Value"-Zone angeführt.
Wichtige Chartmarken im Fokus
Technisch betrachtet fungiert der Bereich zwischen 335 und 340 US-Dollar als kritische Unterstützungszone, die am Donnerstag verteidigt wurde. Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke könnte den Weg zu tieferen Jahrestiefs ebnen. Für eine nachhaltige Erholung muss Adobe beweisen, dass die KI-Tools nicht nur technisch funktionieren, sondern auch signifikante Umsätze generieren. Der nächste wichtige Impuls für die Kursrichtung wird daher von den kommenden Prognose-Updates des Managements im Laufe des Quartals erwartet.
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