Adobe Aktie: Talfahrt geht weiter
Adobe steckt tief in der Krise. Die Aktie notiert gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief, während die Konkurrenz mit starken Zahlen punktet. Anfang März stehen die Quartalszahlen an – und die könnten entscheidend werden für die Frage, ob sich das Blatt noch wenden lässt.
Kurs unter Druck – Anleger nervös
Der Software-Konzern hat seit Jahresbeginn über 26 Prozent an Wert verloren. Mit einem aktuellen Kurs von rund 219 Euro bewegt sich die Aktie nur knapp über dem Jahrestief von 216,55 Euro, das Anfang Februar markiert wurde. Zum Vergleich: Vor einem Jahr notierte der Titel noch bei über 424 Euro.
Besonders hart traf es Adobe Anfang Februar, als der Kurs an einem einzigen Tag um mehr als sieben Prozent einbrach. Auslöser waren neue KI-Tools des Konkurrenten Anthropic, die als direkte Bedrohung für Adobes Geschäftsmodell gelten. Die Angst vor Disruption durch generative KI belastet die gesamte Software-Branche – doch Adobe trifft es härter als die meisten.
Figma macht Druck
Ausgerechnet Figma, der Rivale im Design-Segment, liefert derzeit ab. Das Unternehmen kündigte für 2026 Umsätze zwischen 1,36 und 1,37 Milliarden Dollar an – deutlich über den Erwartungen von 1,29 Milliarden Dollar. Die Aktie sprang im vorbörslichen Handel um 14 Prozent nach oben.
Figma setzt ab März auf ein hybrides Geschäftsmodell und verkauft KI-Credits an Power-User. Dieser KI-First-Ansatz konkurriert direkt mit Adobes eigener Firefly-Strategie. Während Adobe noch versucht, KI in bestehende Produkte zu integrieren, bauen Wettbewerber ihre Angebote von Grund auf neu – mit Fokus auf künstliche Intelligenz.
Analysten zweifeln
Die Stimmung unter Analysten hat sich eingetrübt. Goldman Sachs stufte Adobe Mitte Januar auf "Sell" herab und setzte ein Kursziel von 290 Dollar. Piper Sandler senkte die Bewertung Anfang Februar auf "Neutral" mit Ziel 330 Dollar. HSBC kappte das Kursziel Mitte Februar von 388 auf 302 Dollar, UBS reduzierte von 375 auf 340 Dollar.
Trotz der jüngsten Skepsis überwiegt in der Breite noch Optimismus: Von 61 Analysten empfehlen 37 den Kauf, 21 raten zum Halten, nur drei zum Verkauf. Doch die Richtung der Anpassungen ist eindeutig – nach unten.
Bewertung auf Tiefstand
Adobes Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mittlerweile bei etwa 16 – ein drastischer Rückgang gegenüber den 30 bis 40, die der Titel historisch erreichte. Die Marktkapitalisierung ist auf rund 110 Milliarden Dollar geschrumpft.
Dabei waren die letzten veröffentlichten Zahlen nicht einmal schlecht: Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 erzielte Adobe einen Rekordumsatz von 6,19 Milliarden Dollar, ein Plus von zehn Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 5,50 Dollar und übertraf die Erwartungen. Der operative Cashflow summierte sich über das Gesamtjahr auf mehr als zehn Milliarden Dollar.
Doch die Vergangenheit zählt an der Börse wenig, wenn die Zukunft unsicher erscheint.
Entscheidung am 12. März
Am 12. März legt Adobe die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von rund 5,46 Dollar, das Management selbst peilt 5,85 bis 5,90 Dollar an. Für das Gesamtjahr 2026 stehen Umsätze zwischen 25,9 und 26,1 Milliarden Dollar im Raum – mehr als zehn Prozent ARR-Wachstum sollen es werden.
Ob diese Prognosen ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, ist fraglich. Die zentrale Frage lautet: Kann Adobe beweisen, dass die KI-Integration schnell genug voranschreitet, um mit KI-nativen Konkurrenten mitzuhalten? Die Quartalszahlen werden zeigen, ob der Konzern den Anschluss hält – oder weiter zurückfällt.
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