Der Software-Gigant Adobe steckt in einer tiefen Vertrauenskrise. Was lange als uneinnehmbarer Burggraben galt, scheint durch den rapiden Aufstieg generativer Künstlicher Intelligenz plötzlich gefährdet. Während Wettbewerber wie Figma Marktanteile erobern, fragen sich Investoren angesichts des massiven Kursverfalls: Ist das Geschäftsmodell des Photoshop-Erfinders noch zukunftsfähig oder droht eine dauerhafte Neubewertung?

Konkurrenz durch Figma wächst

Ein wesentlicher Treiber für die schlechte Stimmung ist der direkte Konkurrent Figma. Das Unternehmen übertraf mit seiner Umsatzprognose für 2026 die Erwartungen deutlich und kündigte zudem ein neues Monetarisierungsmodell für KI-Anwendungen an, das im März 2026 starten soll. Besonders alarmierend für Adobe-Aktionäre ist eine Partnerschaft zwischen Figma und Anthropic: Diese soll es ermöglichen, KI-generierten Code direkt in bearbeitbare Designs umzuwandeln – ein direkter Angriff auf Adobes Kernkompetenz im Kreativbereich.

Sektor unter Druck

Der Abverkauf bei Adobe findet nicht im Vakuum statt, sondern ist Teil einer breiteren Branchenschwäche. Investoren preisen Software-Aktien derzeit aggressiv neu, da die Sorge umgeht, dass generative KI spezialisierte Arbeitsabläufe zur Massenware machen könnte. Seit Anthropic Anfang Februar neue Automatisierungstools vorstellte, gerieten neben Adobe auch Werte wie CrowdStrike und Intuit unter die Räder.

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Der Kursrutsch spiegelt diese Ängste deutlich wider: Am Freitag schloss die Aktie bei 219,40 Euro und hat damit auf Zwölf-Monats-Sicht fast die Hälfte ihres Wertes eingebüßt (Minus 49,31 Prozent).

Fundamentaldaten vs. Bewertung

Paradoxerweise stehen den düsteren Zukunftsszenarien solide aktuelle Zahlen gegenüber. Adobe konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2025 um über 10 Prozent steigern und hält die Gewinnmargen stabil über 36 Prozent. Durch den Kurssturz ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf etwa 16 gefallen – weniger als die Hälfte des historischen Durchschnitts. Marktbeobachter sehen hier eine starke Diskrepanz zwischen der operativen Ertragskraft und der aktuellen Börsenbewertung.

Uneinigkeit bei Analysten und Profis

Die Wall Street ist gespalten, wie mit dieser Bewertung umzugehen ist. Während das durchschnittliche Kursziel noch immer ein deutliches Aufwärtspotenzial suggeriert, haben Häuser wie Goldman Sachs und UBS ihre Ziele zuletzt gekürzt. Auch bei den Großinvestoren herrscht keine Einigkeit: Während Coatue Management die Position deutlich aufstockte, halbierte der Staatsfonds Mubadala seine Anteile fast.

Am 12. März 2026 wird Adobe seine Quartalszahlen vorlegen. Dann muss das Management nicht nur solide Gewinne liefern, sondern vor allem beweisen, dass es eine schlüssige Strategie gegen die wachsende KI-Konkurrenz besitzt.

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