Adobe kann den Abwärtstrend nicht stoppen. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 258,61 Dollar – nahe dem 52-Wochen-Tief von 251,10 Dollar. Während der Software-Sektor insgesamt schwächelt, verschärft nun ausgerechnet Konkurrent Figma den Druck mit starken Zahlen und einer offensiven KI-Strategie.

Figma zeigt, wie es geht

Figma ließ am 19. Februar aufhorchen: Der Design-Spezialist prognostiziert für 2026 einen Umsatz von 1,36 bis 1,37 Milliarden Dollar – rund 80 Millionen Dollar über den Analystenschätzungen. Die Aktie schoss daraufhin um 14 Prozent nach oben.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adobe?

Entscheidend ist aber das neue Geschäftsmodell. Ab März will Figma AI-Credits verkaufen. "Wir werden Nutzungslimits durchsetzen. Power-User, die diese überschreiten, können Add-ons kaufen", erklärte CFO Praveer Melwani gegenüber Reuters. Damit positioniert sich das Unternehmen als direkte Bedrohung für Adobes Design-Software-Sparte – und macht vor, wie sich KI-Features monetarisieren lassen.

Analysten tief gespalten

Die Wall Street findet keine einheitliche Linie. Von 27 Analysten empfehlen 13 den Kauf, 12 raten zum Halten, zwei zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 425,92 Dollar – was einem Aufwärtspotenzial von 65 Prozent entsprechen würde.

Doch die Skepsis wächst. Goldman Sachs startete die Coverage mit "Verkaufen" und einem Kursziel von 290 Dollar. HSBC senkte sein Ziel von 388 auf 302 Dollar, Piper Sandler stufte auf "Neutral" bei 330 Dollar ab. Seit Mitte Dezember haben sechs Analysten ihre Einschätzung nach unten korrigiert.

Die Bewertung schreit "Chance" – der Markt ignoriert es

Adobe verlor seit seinem Höchststand im Februar 2024 rund 59 Prozent an Wert. Allein 2026 steht ein Minus von 25 Prozent zu Buche. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist auf etwa 15,5 gesackt – weniger als die Hälfte der historischen Spanne.

Dabei stimmen die Fundamentaldaten: Analysten erwarten für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von 26,04 Milliarden Dollar (plus 9,5 Prozent) und einen Gewinn je Aktie von 23,46 Dollar (plus 12,1 Prozent). Die Nettomarge soll bei stabilen 36,6 Prozent liegen. Adobe kaufte im vergangenen Geschäftsjahr eigene Aktien im Wert von 11,7 Milliarden Dollar zurück.

Der Optionsmarkt zeigt dennoch Nervosität: Am Freitag wurden rund 188.900 Put-Kontrakte gehandelt – ein Anstieg um 248 Prozent gegenüber dem üblichen Tagesvolumen.

Quartalszahlen als Lackmustest

Am 12. März legt Adobe seine Quartalsergebnisse vor. Dann wird sich zeigen, ob das Unternehmen sein Wachstum im Digital-Media-Segment stabilisieren und vor allem nachweisen kann, dass es mit KI-Features echte Umsätze generiert. Bis dahin bleibt die Aktie gefangen zwischen einer historisch günstigen Bewertung und der Sorge, Adobe könne im KI-Zeitalter strukturell ins Hintertreffen geraten.

Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Adobe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...