Adobe Aktie: Doppelte Bedrohung
Adobe steht massiv unter Druck. Die Aktie notiert nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief und kämpft an zwei Fronten gleichzeitig. Einerseits belastet der allgemeine Ausverkauf im Software-Sektor, andererseits setzt der Rivale Figma dem Platzhirschen mit starken Zahlen und neuen KI-Modellen schwer zu. Investoren treibt vor allem die Sorge um, ob die Marktdominanz des Photoshop-Erfinders ernsthaft in Gefahr ist.
Figma verschärft den Wettbewerb
Besonders schmerzhaft ist der direkte Vergleich mit Figma. Der einstige Übernahmekandidat, dessen Kauf durch Adobe an Kartellbehörden scheiterte, glänzt nun als eigenständiger Börsenstar. Figma meldete für das vierte Quartal ein Umsatzwachstum von 40 Prozent und übertraf damit die Erwartungen deutlich. Während Adobe seine Position verteidigen muss, geht der Herausforderer in die Offensive: Ab März 2026 führt Figma neue Monetarisierungsmodelle für KI-Anwendungen ein, die direkt auf Adobes Kerngeschäft im Design-Bereich zielen.
Hinzu kommt ein extrem nervöses Marktumfeld. Analysten sprechen bereits von einem "Software-Mageddon", ausgelöst durch die Befürchtung, dass Künstliche Intelligenz etablierte Geschäftsmodelle disruptiert. Als Anthropic Anfang Februar neue Automatisierungstools vorstellte, beschleunigte sich der Abverkauf bei Adobe spürbar. Der Markt preist derzeit das Risiko ein, dass kreative Software durch generative KI zur reinen Handelsware verkommt.
Fundamentaldaten gegen Marktstimmung
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adobe?
Rein finanziell betrachtet wirkt der Kurssturz drastisch. Adobe steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2025 um rund 10 Prozent auf 23,8 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn legte sogar um 28 Prozent zu. Die operative Marge liegt bei robusten 37 Prozent. Durch den massiven Kursverfall hat sich die Bewertung deutlich verbilligt: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist auf einen Wert unter 16 gefallen – ein Bruchteil des historischen Durchschnitts, der in den letzten fünf Jahren oft bei 40 lag.
Diese Diskrepanz zwischen Zahlen und Sentiment spaltet die Experten. Während Häuser wie Goldman Sachs und HSBC ihre Kursziele senkten und Risiken betonten, sehen andere Analysten im aktuellen Niveau eine Übertreibung. Das durchschnittliche Kursziel impliziert weiterhin ein erhebliches Aufwärtspotenzial, was die Unsicherheit über die faire Bewertung unterstreicht. Auch Großinvestoren sind uneins: Der Hedgefonds Coatue stockte seine Anteile zuletzt massiv auf, während der Staatsfonds Mubadala seine Position fast halbierte.
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den 12. März 2026. An diesem Termin legt Adobe seine Quartalszahlen vor und muss beweisen, dass die eigene KI-Integration gegen die Konkurrenz besteht. Mit einem Schlusskurs von 219,40 Euro notiert das Papier in unmittelbarer Nähe zum 52-Wochen-Tief von 216,55 Euro – eine technische Gegenbewegung oder ein weiterer Rutsch hängen maßgeblich von diesem Bericht ab.
Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Adobe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








