Adobe holt sich für seine KI-Offensive das Schwergewicht Nvidia an Bord. Die am Montag verkündete strategische Partnerschaft soll die Entwicklung der hauseigenen Firefly-Modelle massiv beschleunigen. Allerdings bleibt die Stimmung an der Wall Street angespannt, da Analysten nach dem angekündigten CEO-Wechsel reihenweise ihre Daumen senken.

Nvidias Rechenpower für das Marketing

Um im rasanten Wettlauf um generative Künstliche Intelligenz zu bestehen, bündelt der Softwarekonzern seine Kräfte mit dem Chip-Giganten. Ziel der Kooperation ist es, die Erstellung von Inhalten für Unternehmenskunden zu automatisieren und zu personalisieren. Ein zentraler Baustein ist dabei die Entwicklung von cloudbasierten 3D-Lösungen speziell für Marketingabteilungen.

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Durch die Integration von Nvidias Omniverse-Bibliotheken sollen Marken ihre visuelle Identität wahren und gleichzeitig kommerziell sichere Inhalte in großem Maßstab generieren können. Auch bestehende Plattformen wie Frame.io profitieren künftig von Nvidias Infrastruktur. Entwickler erhalten direkten Zugriff auf Werkzeuge wie CUDA-X und NeMo-Bibliotheken, was schnellere Such- und Erstellungsprozesse bei Videos und Bildern ermöglicht. Adobe sichert sich durch diesen Schritt den Zugang zu modernster Rechenleistung und Forschungsteams.

Analysten-Skepsis trifft auf Value-Argumente

An der Börse verpuffte die Technologie-Allianz zunächst. Die Aktie notiert mit einem gestrigen Schlusskurs von 219,45 Euro nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Analysten von Citi und Argus reagierten am Montag mit Kurszielsenkungen und Abstufungen auf die jüngsten Quartalszahlen sowie den bevorstehenden Abgang des Chief Executive Officers. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus der Papiere auf fast 23 Prozent.

Einige Marktbeobachter sehen in diesem Kursrückgang jedoch eine Einstiegsgelegenheit. Der Aktienstratege Jim Lebenthal von Cerity Partners verwies am Montag auf das aggressive Aktienrückkaufprogramm des Unternehmens. Dadurch wurden in den vergangenen zwei Jahren bereits zehn Prozent der ausstehenden Papiere vom Markt genommen. Die Kombination aus starkem freiem Cashflow, anhaltend zweistelligem Umsatzwachstum und einem deutlich gesunkenen Kurs-Gewinn-Verhältnis biete einen soliden Puffer für die aktuelle Übergangsphase in der Führungsetage.

Während das klassische Geschäft mit Stockbildern unter Druck steht, positioniert sich Adobe mit Werkzeugen wie Firefly für die veränderten Kundenbedürfnisse. Die prall gefüllte Kasse und die Ausweitung der Abo-Modelle liefern dem Management nun die nötige finanzielle Flexibilität, um den breiteren Ausverkauf im Softwaresektor abzufedern.

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