Adobe hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 Rekordergebnisse geliefert — und trotzdem verlor die Aktie nachbörslich an Wert. Der Grund: Ausgerechnet mit den besten Quartalszahlen der Unternehmensgeschichte gab Adobe bekannt, dass CEO Shantanu Narayen nach 18 Jahren an der Spitze abtritt.

Rekordquartal mit einem Wermutstropfen

Die Zahlen selbst gaben wenig Anlass zur Klage. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 6,40 Milliarden Dollar — ein Rekord und ein Tick über den Erwartungen von 6,28 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 6,06 Dollar übertraf die Analystenschätzung von 5,86 Dollar ebenfalls deutlich. Der operative Cashflow erreichte mit 2,96 Milliarden Dollar einen neuen Höchststand für ein erstes Quartal.

Besonders das KI-Geschäft wuchs stark: Der sogenannte AI-first ARR — also wiederkehrende Umsätze aus KI-Produkten — hat sich im Jahresvergleich mehr als verdreifacht. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer über alle Plattformen hinweg stieg auf 850 Millionen, ein Plus von 17 Prozent.

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Narayen geht — der Markt reagiert nervös

Was die Anleger aufschreckte, war die Personalnachricht. Narayen, seit 2007 im Amt, wird zurücktreten, sobald ein Nachfolger gefunden ist. Er bleibt dem Unternehmen als Verwaltungsratsvorsitzender erhalten. Ein spezielles Komitee unter Leitung von Boardmitglied Frank Calderoni soll intern und extern nach einem neuen CEO suchen.

Unter Narayens Führung hat sich der Aktienkurs mehr als versechsfacht — eine Bilanz, die kaum jemand übertreffen kann. Sein Abgang ausgerechnet in dem Moment, in dem Adobe seinen KI-Umbau forciert, erklärt die Zurückhaltung der Märkte. Wer die KI-Strategie künftig umsetzt und ob das Tempo gehalten wird, ist offen.

Die Aktie steht ohnehin unter Druck: Seit Jahresbeginn hat sie rund 23 Prozent verloren, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum nur leicht nachgab. Adobe reagierte auf den anhaltenden Kursrückgang mit einem aggressiven Aktienrückkaufprogramm — im ersten Quartal wurden 8,1 Millionen eigene Aktien zurückgekauft, mehr als im Vorquartal.

Ausblick bleibt konstruktiv

Für das zweite Quartal erwartet Adobe einen Umsatz von rund 6,46 Milliarden Dollar — das liegt leicht über den Analystenschätzungen und entspräche einem Wachstum von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Stärke des Unternehmens ist damit unbestritten. Entscheidend für die Kursentwicklung der kommenden Monate dürfte sein, wen der Verwaltungsrat als neuen CEO präsentiert — und wie schnell diese Unsicherheit aus dem Markt genommen wird.

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