DroneShield wandelt sich. Das australische Unternehmen, lange vor allem als Hardwarelieferant für Drohnenabwehr bekannt, baut gezielt eine mehrschichtige Strategie auf — mit militärischen Partnerschaften, einem wachsenden Softwaregeschäft und einer neu aufgestellten Vertriebsführung. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 liefern dafür eine solide Grundlage.

Zahlen, Pipeline und ein neues Führungsteam

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte DroneShield einen Kundenumsatz von 216,5 Millionen australischen Dollar — ein Anstieg von 276 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erstmals schrieb das Unternehmen schwarze Zahlen, mit einem bereinigten EBITDA von 36,5 Millionen AUD. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 liegen bereits feste Aufträge im Wert von 104 Millionen AUD vor.

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Die Auftragspipeline umfasst aktuell rund 295 Deals mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden AUD, darunter 18 Einzelaufträge mit jeweils mehr als 30 Millionen AUD. Diese Streuung reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden spürbar.

Anfang Januar 2026 wurde Louis Gamarra zum Chief Commercial Officer ernannt. Der bisherige Senior Sales Director verantwortet nun die globale Vertriebsstrategie — über Militär, Behörden, Strafverfolgung und kritische Infrastruktur hinweg.

Vom Hardwarelieferanten zum Plattformanbieter

Ein zentrales strategisches Ziel ist der Ausbau des SaaS-Geschäfts. Derzeit macht Software-as-a-Service rund fünf Prozent des Umsatzes aus. Das Management hat sich vorgenommen, diesen Anteil innerhalb von fünf Jahren auf über 30 Prozent zu steigern. Entsprechende Komponenten sind bereits in laufende Militärverträge eingebettet — es handelt sich also nicht um ein Zukunftsprojekt, sondern um eine laufende Transformation.

Auf der Forschungsseite hat DroneShield eine Kooperationsvereinbarung mit Australiens Defence Science and Technology Group (DSTG) geschlossen. Eine neue F&E-Einrichtung in Adelaide mit einem Investitionsvolumen von 13 Millionen AUD soll die Zusammenarbeit bei aufkommenden Drohnentechnologien vertiefen. Parallel dazu hat das Unternehmen seinen US-Standort ausgebaut und die Mitarbeiterzahl mehr als verdoppelt — mehr als 30 Prozent der Neueinstellungen entfallen auf Softwareentwicklung und KI.

Einen eher ungewöhnlichen Baustein der Militärpartnerschaft lieferte das Military International Drone Racing Tournament, das Mitte März 2026 in Sydney stattfand. DroneShield ist seit Beginn des Programms eingebunden und hat eigene Piloten in das ADF Drone Racing Team integriert. Die Wettkämpfe dienen als Testumgebung für Navigationskonzepte und Reaktionsstrategien unter Hochdruckbedingungen.

Produktion als nächste Bewährungsprobe

Das ambitionierteste Ziel betrifft die Produktionskapazität: DroneShield plant, diese bis Ende 2026 von 500 Millionen auf 2,4 Milliarden AUD zu verfünffachen — durch neue Fertigungsstandorte in Australien, den USA und Europa sowie eine Verdoppelung der Belegschaft auf über 450 Mitarbeitende.

Einen Wermutstropfen gab es im Abschluss 2025: Lagerbestandsabschreibungen von insgesamt 10,3 Millionen AUD, davon 8,5 Millionen auf ältere DroneGun-Modelle, die durch die Mk4-Version verdrängt wurden. Das Management stufte dies als einmaligen Effekt ein und kündigte an, keine weiteren Nachfolgeversionen innerhalb der bestehenden Formfaktoren von DroneGun Mk4 und RfPatrol einzuführen.

Die Aktie hat sich seit ihrem Tief von 0,44 Euro Anfang April 2025 deutlich erholt und notiert aktuell rund 27 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 24,5 signalisiert dabei eine überverkaufte Lage — was angesichts des Abstands von knapp 32 Prozent zum 52-Wochen-Hoch zeigt, wie volatil der Titel weiterhin ist. Die nächste Bewährungsprobe liegt in der Umsetzung: Ob DroneShield die geplante Kapazitätsverfünffachung operativ stemmen kann, wird über die Glaubwürdigkeit der Wachstumsstory in den kommenden Quartalen entscheiden.

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