Adobe Aktie: Jefferies zweifelt
Adobe steht unter Druck. Die Investmentbank Jefferies stufte die Aktie am 5. Januar 2026 von „Buy" auf „Hold" herab – und begründet dies mit einem klaren Vorwurf: Die milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz zahlen sich bislang nicht aus. Trotz starker Geschäftszahlen bleibt die Frage, ob Firefly und Co. jemals die erhofften Umsatzschübe liefern werden.
KI-Monetarisierung lässt auf sich warten
Der Kern der Jefferies-Kritik: Seit dem Geschäftsjahr 2023 wächst Adobe langsamer, und die KI-Produkte tragen kaum messbar zum Umsatz bei. Analysten sehen weder bei Firefly noch beim Acrobat AI Assistant Anzeichen für schnelle Erlössteigerungen – ein Problem in einem Markt, der sofortige Ergebnisse verlangt.
Die Herabstufung erfolgte nur wenige Wochen nach Rekordergebnissen: Im Gesamtjahr 2025 erreichte Adobe einen Umsatz von 23,77 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 11 Prozent. Doch starke Zahlen reichen offenbar nicht mehr. Investoren wollen sehen, dass KI nicht nur technologisch beeindruckt, sondern auch die Kasse klingeln lässt.
Jefferies' zentrale Kritikpunkte:
- Verlangsamtes Umsatzwachstum seit 2023
- Kaum kurzfristige Erlöse aus KI-Angeboten
- Unklarer Monetarisierungspfad für Firefly
- Zunehmender Wettbewerbsdruck durch agilere KI-Konkurrenten
Wall Street ist gespalten
Nicht alle teilen Jefferies' Skepsis. Piper Sandler bekräftigte kürzlich seine „Overweight"-Einschätzung und verwies auf über 8 Milliarden US-Dollar an KI-beeinflussten wiederkehrenden Jahresumsätzen. Die Frage spaltet die Analysten: Führt die wachsende KI-Nutzung zu echtem Zusatzwachstum – oder stabilisiert sie lediglich das bestehende Abo-Geschäft?
Adobe selbst gibt sich zuversichtlich. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 liegt bei 25,90 bis 26,10 Milliarden US-Dollar Umsatz. Das Management peilt ein Plus von 10,2 Prozent bei den wiederkehrenden Umsätzen an und verspricht weiterhin zweistelliges Wachstum bei erstklassiger Profitabilität.
Solide Basis trotz Zweifeln
Die operativen Zahlen sprechen für Adobe. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen operative Cashflows von über 10 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 10 Prozent auf 6,19 Milliarden US-Dollar. Das Digital-Media-Segment legte um 11 Prozent auf 4,62 Milliarden zu, Digital Experience um 9 Prozent auf 1,52 Milliarden.
Weitere Eckdaten: Die wiederkehrenden Jahresumsätze (ARR) erreichten zum Jahresende 25,20 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 11,5 Prozent. Die monatlich aktiven Nutzer der Freemium-Angebote kletterten um 35 Prozent auf über 70 Millionen. Adobe kaufte zudem rund 30,8 Millionen eigene Aktien zurück.
Wettbewerb verschärft sich
Die Jefferies-Herabstufung reflektiert eine Sorge, die über Adobe hinausgeht: KI demokratisiert Software-Fähigkeiten und ermöglicht Konkurrenten rasante Fortschritte. Trotz massiver Firefly-Integrationen in die Creative Cloud bleibt unklar, ob Adobe seine Preissetzungsmacht und Marktdominanz verteidigen kann.
Die angekündigte Übernahme von Semrush für 1,9 Milliarden US-Dollar im November 2025 zeigt Adobes Strategie: Das Marketing-Tech-Angebot soll gestärkt werden, um Kunden bei der Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Chatbots zu unterstützen. Ob das ausreicht, ist offen.
Bewertungsfrage bleibt ungeklärt
Analystenschätzungen für den fairen Wert schwanken stark – manche sehen ein Potenzial von bis zu 447,56 US-Dollar pro Aktie, was einem Aufschlag von 34 Prozent entspräche. Die zentrale Investmentfrage lautet: Kann Adobe mit seinen KI-Investitionen das Wachstum beschleunigen, das eine Premium-Bewertung rechtfertigt? Die Antwort darauf dürften die kommenden Quartale liefern.
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