Adobe liefert solide Zahlen, doch die Aktie findet keinen Boden. Der Grund ist ein neuer, mächtiger Gegner: Apple bläst mit einem aggressiven Kampfpreis zum Angriff auf die Dominanz der Creative Cloud. Während Analysten reihenweise ihre Empfehlungen senken, wächst die Sorge um die langfristige Marktstellung des Software-Giganten.

Der neue Konkurrent aus Cupertino

Der konkrete Auslöser für die schlechte Stimmung ist Apples Ankündigung, am 28. Januar das "Creator Studio" zu starten. Mit einem Preis von 12,99 US-Dollar pro Monat positioniert Apple sein Software-Bundle als direkte Kampfansage an Adobes deutlich teurere Creative Cloud. Da das Paket etablierte Profi-Tools wie Final Cut Pro und Logic Pro enthält, befürchten Marktbeobachter nicht nur Preisdruck, sondern eine echte Abwanderungswelle von Kreativschaffenden.

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Diese Bedrohung dominiert aktuell die Wahrnehmung an der Wall Street. Goldman Sachs reagierte bereits mit einer Herabstufung auf "Sell" und warnte davor, dass kreative Tools zunehmend austauschbar werden könnten. Auch andere Häuser wie Oppenheimer und Jefferies äußerten sich skeptisch und verwiesen auf mögliche Wachstumsprobleme durch die verschärfte Wettbewerbssituation.

Solide Zahlen verpuffen

Die Sorgen um die Zukunft überlagern die eigentlich robuste operative Entwicklung. Im vierten Quartal konnte Adobe den Umsatz um 10,5 Prozent auf 6,19 Milliarden US-Dollar steigern und die Gewinnerwartungen übertreffen. Doch in der aktuellen Marktphase wiegen die Risiken für Anleger schwerer als die vergangenheitsbezogenen Erfolge.

Erschwerend kommt hinzu, dass Adobe parallel die Übernahme von Semrush Holdings für rund 1,9 Milliarden US-Dollar plant. Zwar soll der Zukauf das Marketing-Portfolio stärken, doch die hohe Investition wird angesichts der unsicheren Marktlage kritisch beäugt. Das spiegelt sich auch im Kurs wider: Auf Sicht von 12 Monaten hat das Papier über 23 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 309,93 US-Dollar.

Entscheidende Wochen stehen an

Für die kurzfristige Entwicklung dürfte der tatsächliche Marktstart von Apples Konkurrenzprodukt Ende Januar der wichtigste Indikator sein. Sollte Adobe in den kommenden Quartalen beweisen können, dass die eigene Preismacht und Kundenbindung trotz des günstigeren Apple-Angebots stabil bleiben, wäre eine Neubewertung der Situation möglich. Bis dahin bleibt das Sentiment von der Angst vor Marktanteilsverlusten geprägt.

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