Adidas Aktie: Wichtige Marke gefallen
Die psychologisch relevante Unterstützung bei 160 Euro hat dem Verkaufsdruck am Freitag nicht standgehalten. Während die Bären sich durch den jüngsten Kursrutsch bestätigt fühlen, reagiert nun auch die UBS mit einer Kurszielsenkung auf die gedämpften Wachstumsaussichten. Anleger finden sich in einem Spannungsfeld zwischen charttechnischen Warnsignalen und extrem divergierenden Analystenmeinungen wieder.
Die aktuelle Lage im Überblick:
* Kursziel-Korrektur: UBS senkt den Zielwert auf 256 Euro.
* Schlusskurs: Mit 159,85 Euro wurde eine wichtige Unterstützung unterschritten.
* Analysten-Gap: Die Bewertungen klaffen über 100 Euro auseinander.
UBS setzt den Rotstift an
Die Schweizer Großbank UBS lieferte zum Wochenende eine nüchterne Einschätzung der Lage. Analyst Robert Krankowski bestätigte am 16. Januar zwar seine generelle Kaufempfehlung, korrigierte das Kursziel jedoch spürbar von 274 auf 256 Euro nach unten.
Hintergrund dieser Anpassung ist die Erwartung einer Normalisierung. Nach einem übergangsweise herausfordernden Jahr 2025 rechnet die Bank für 2026 mit konservativeren Zielen, konkret einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Trotz der reduzierten Erwartungen hält die UBS die Aktie auf dem aktuellen Niveau für attraktiv bewertet, sofern die angepeilte EBIT-Marge von rund 10 Prozent erreicht wird.
Expertenlager tief gespalten
Die Unsicherheit im Markt spiegelt sich in einer selten gesehenen Uneinigkeit der Experten wider. Die Diskrepanz zwischen den optimistischsten und pessimistischsten Prognosen beträgt derzeit 110 Euro:
- Skepsis: Die Bank of America (BofA) hatte das aktuelle Szenario bereits antizipiert. Analyst Thierry Cota stufte das Papier Anfang Januar doppelt auf „Underperform“ ab und nannte ein Kursziel von 160 Euro, welches am Freitag punktgenau erreicht wurde. Er sieht Risiken durch das Ende des „Casualization“-Trends und wachsende Konkurrenz durch Marken wie On Running.
- Zuversicht: Diametral entgegengesetzt positionieren sich Bernstein Research und Banco Santander. Bernstein hält an einem ambitionierten Ziel von 270 Euro fest, und auch Santander startete die Bewertung der Aktie erst kürzlich mit „Outperform“.
Charttechnik trübt sich ein
Der Rutsch unter die 160-Euro-Marke wiegt technisch schwer. Mit einem Wochenschlusskurs von 159,85 Euro (-1,54 % am Freitag) haben die Verkäufer das Zepter übernommen. Der Titel notiert damit rund 34 Prozent unter dem Niveau vor zwölf Monaten und hat sich weit vom 52-Wochen-Hoch bei 261 Euro entfernt.
Selbst operative Lichtblicke verpuffen in diesem Umfeld. Die am 15. Januar vorgestellte neue Teamwear-Kollektion für das Mercedes-AMG PETRONAS Formel-1-Team wurde vom Markt weitgehend ignoriert. Zwar treibt CEO Bjørn Gulden die Sichtbarkeit der Marke voran, doch Investoren fokussieren sich momentan strikt auf die harten Finanzkennzahlen und die makroökonomischen Risiken.
Blick auf die Unterseite
Für die kommende Handelswoche liegt der Fokus auf der unmittelbaren Verteidigungslinie. Sollte der Kurs auch unter das jüngste Intraday-Tief bei 158,55 Euro fallen, rückt das 52-Wochen-Tief bei 149,70 Euro ins Visier der Bären. Nur eine zügige Rückeroberung der 160-Euro-Marke könnte das kurzfristig negative Szenario neutralisieren.
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