Adidas Aktie: Stürmischer Gegenwind?
Rekorderlöse, massiv gestiegene Gewinne — und trotzdem Verkaufsdruck. Adidas lieferte für 2025 die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte, doch der Ausblick auf 2026 ließ Anleger kalt. Die Aktie notiert auf dem tiefsten Stand seit drei Jahren.
Starke Vergangenheit, schwache Erwartungen
Der Herzogenauracher Konzern erzielte 2025 einen Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro — ein währungsbereinigtes Plus von 13 Prozent. Der operative Gewinn kletterte um 54 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro, das Nettoergebnis stieg um 75 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Zahlen, die eigentlich für Kursgewinne sorgen sollten.
Das Problem: Die Gewinnprognose für das laufende Jahr. Adidas erwartet für 2026 einen operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro — der Analystenkonsens hatte 2,72 Milliarden Euro erwartet. Die Verfehlung von rund 15 Prozent löste einen Kursrutsch von bis zu acht Prozent aus. Seither hat sich das Papier nicht erholt und notiert rund 39 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 226,70 Euro.
Zölle und Währungen als Belastungsfaktoren
Hinter der gedämpften Prognose steckt ein strukturelles Problem. Adidas fertigt den Großteil seiner Produkte in Asien und importiert sie in westliche Märkte — eine Lieferkette, die US-Zölle direkt trifft. Rund 30 Prozent des Konzernumsatzes stammen aus den USA, was den Währungsdruck zusätzlich verstärkt.
Das Unternehmen beziffert den kombinierten negativen Effekt aus Zöllen und ungünstigen Wechselkursen auf 400 Millionen Euro. Die daraus resultierende operative Marge von 8,5 bis 8,8 Prozent liegt laut RBC-Analysten deutlich unter dem selbst gesetzten Ziel von zehn Prozent.
Management signalisiert Zuversicht
Das Management reagierte mit einer Investoren-Roadshow und mittelfristigen Wachstumszielen: Für 2027 und 2028 peilt Adidas wieder ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich an. Der operative Gewinn soll über den Dreijahreszeitraum 2026 bis 2028 im mittleren Zehnprozentbereich jährlich wachsen — ein Signal, dass die aktuellen Belastungen als vorübergehend eingestuft werden.
CEO Bjørn Gulden, der den Konzern seit Anfang 2023 führt, erhielt eine Vertragsverlängerung bis Ende 2030. Flankiert wird das Vertrauenssignal durch eine Dividendenerhöhung um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie sowie ein bereits im Januar angekündigtes Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro.
Am 29. April legt Adidas die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Dann wird erstmals konkret messbar, ob die Zoll- und Währungsbelastungen tatsächlich in der prognostizierten Größenordnung durchschlagen — oder ob die vorsichtige Jahresprognose etwas Spielraum nach oben lässt.
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