DAX: Ölpreis setzt Index unter Druck
Der Iran-Konflikt hinterlässt seine Spuren am deutschen Aktienmarkt. Die Blockade der Straße von Hormus hat den Ölpreis auf rund 104 US-Dollar je Barrel getrieben — ein Niveau, das Konjunktur- und Inflationssorgen gleichermaßen befeuert und den DAX heute deutlich belastet.
Zur Mittagszeit rutschte der Index zeitweise unter die psychologisch wichtige 23.000-Punkte-Marke, konnte diese aber wieder zurückerobern. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von rund 4,4 Prozent zu Buche — ein deutlicher Kontrast zum Allzeithoch von über 25.400 Punkten, das der Index erst im Januar markiert hatte.
Gewinner und Verlierer der Eskalation
Die Sektorrotation ist eindeutig: Energie- und Rüstungswerte halten sich, während zyklische Titel und die Reisebranche die größten Abgaben verzeichnen. Lufthansa und TUI leiden unter steigenden Kerosinpreisen, die ihre Margen direkt belasten. DHL Group sackte nach einem verhaltenen Ausblick für 2026 als größter DAX-Verlierer um 5,4 Prozent ab. Rheinmetall wiederum enttäuschte trotz starker Zahlen, weil der Markt bei der Prognose mehr erwartet hatte. Auf der Gewinnerseite stehen Ölwerte wie Shell und BP, die zuletzt kräftig zulegen konnten.
Strukturell bleibt die Lage für die deutsche Industrie angespannt. Porsche meldete einen Gewinneinbruch von 91 Prozent, VW plant den Abbau von 50.000 Stellen bis 2030 — die Automobilbranche kämpft mit einem Gegenwind, der unabhängig vom Ölpreis besteht.
Zentralbanken und Chartlage im Fokus
Charttechnisch bewegt sich der DAX in einer engen Spanne: Hält die Unterstützung bei rund 22.900 Punkten nicht, wäre weiterer Druck in Richtung 22.000 Punkte möglich. Auf der Oberseite müsste der Index zunächst den Bereich um 24.000 Punkte zurückerobern, um das technische Bild aufzuhellen.
Hinzu kommt ein geldpolitisches Doppelereignis: Am Mittwoch entscheidet die Fed über den US-Leitzins, am Donnerstag folgt die EZB. Eine Zinssenkung gilt in Frankfurt als unwahrscheinlich — die Einlagefazilität liegt unverändert bei 2,00 Prozent. Entscheidender als die Entscheidung selbst dürfte der Tonfall sein, mit dem beide Notenbanken auf den Ölpreisschock und die damit verbundenen Inflationsrisiken reagieren. Schwache Industriedaten aus China, die ebenfalls zu Wochenbeginn erwartet werden, könnten den Druck auf exportabhängige DAX-Werte zusätzlich verstärken.
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