Ein historisches Rekordjahr reicht an der Börse manchmal nicht aus. Obwohl der Konzern für 2025 glänzende Zahlen lieferte, schickte eine verhaltene Prognose für das laufende Jahr die Papiere auf Talfahrt. Externe Belastungen durchkreuzen die Wachstumspläne und zwingen das Management in die Defensive.

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Margendruck durch Zölle und Währung

Der eigentliche Auslöser für die schlechte Stimmung liegt in den Erwartungen für 2026. Das Management rechnet lediglich mit einem operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro. Dieser Wert verfehlt den Analystenkonsens von 2,72 Milliarden Euro um rund 15 Prozent. Verantwortlich für diese Lücke sind primär makroökonomische und politische Faktoren. Ein schwacher US-Dollar sowie neue Importzölle in den USA dürften das Ergebnis um schätzungsweise 400 Millionen Euro belasten. Hinzu kommt das anhaltend schwierige Marktumfeld in China, das historisch ein Viertel der Gesamtumsätze beisteuert.

Erfolge treten in den Hintergrund

Diese trüben Aussichten überschatten die operativen Meilensteine der jüngsten Vergangenheit. Im abgelaufenen Fiskaljahr 2025 verbuchte der Sportartikelhersteller noch einen Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro und verbesserte die Bruttomarge auf 51,6 Prozent. Die Börse blendet diese Vergangenheitswerte jedoch konsequent aus und handelt die zukünftigen Risiken. Der Kurs rutschte am Freitag auf ein neues 52-Wochen-Tief bei exakt 138,30 Euro ab. Damit summiert sich der Verlust seit Jahresbeginn bereits auf knapp 18 Prozent.

Kapitalmaßnahmen als Stütze

Um den Unmut der Aktionäre abzufedern, erhöht die Führungsetage die direkten Ausschüttungen. Die Dividende für 2025 steigt um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Anteilsschein. Flankierend dazu schloss das Unternehmen am 9. März ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro ab. Die vorzeitige Vertragsverlängerung von CEO Bjørn Gulden bis 2030 soll dem Markt zusätzliche Stabilität in einer operativ anspruchsvollen Phase signalisieren. Charttechnisch ist die aktuelle Lage nun klar definiert: Das am Freitag markierte Jahrestief bei 138,30 Euro fungiert als kritische Haltemarke, deren Bruch weiteres Abwärtspotenzial freisetzen würde.

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