Adidas Aktie: Seltene Doppel-Abstufung
Ein seltenes Vorgehen der Bank of America sorgt für Unruhe bei Anlegern des Sportartikelriesen. Statt einer gewöhnlichen Anpassung strichen die Analysten ihr Rating für den DAX-Konzern gleich um zwei Stufen zusammen und stellen damit die gesamte Wachstumsstrategie infrage. Ist die Erholungsgeschichte aus Herzogenaurach bereits am Ende?
- Doppel-Downgrade: Herabstufung von "Buy" direkt auf "Underperform".
- Kursziel rasiert: Neues Ziel von 160 Euro liegt unter dem aktuellen Kursniveau.
- Strukturelle Sorgen: Analysten sehen das Ende des "Sneaker-Booms".
Warnung vor Wachstumsbremse
Verantwortlich für die pessimistische Haltung ist das Analystenteam um Thierry Cota. Sie argumentieren, dass die Turnaround-Story von Adidas mittlerweile vollständig im Aktienkurs enthalten sei. Besonders schwer wiegt die Einschätzung zum sogenannten "Casualization"-Trend. Der Anteil von Sneakern am Schuhmarkt sei in den letzten 20 Jahren von 20 auf 50 Prozent gestiegen – eine Entwicklung, die laut der Bank of America nun ihren Zenit erreicht hat.
Die Experten rechnen künftig nur noch mit einem Wachstum auf Höhe des globalen Bruttoinlandsprodukts von etwa 5 Prozent. Diese Einschätzung trifft den Nerv der Anleger, da insbesondere im wichtigen US-Markt die Sportbeteiligung stagniert. Dass die Gewinnschätzungen seit Monaten nicht mehr angehoben wurden, stützt die These der Bank, dass das Aufwärtspotenzial vorerst erschöpft ist.
Chartbild eingetrübt
Diese fundamentale Skepsis spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Mit einem Schlusskurs von 166,15 Euro am Montag notiert das Papier rund 36 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Februar 2025. Auch der langfristige Trend ist angeschlagen: Auf Sicht von 12 Monaten steht ein Minus von über 30 Prozent zu Buche.
Das neue Kursziel der Bank of America von 160 Euro impliziert sogar weiteres Abwärtspotenzial, womit die Analysten deutlich unter dem Marktkonsens liegen. Während Häuser wie die Deutsche Bank ("Buy") oder Bernstein ("Outperform") optimistisch bleiben, sehen die US-Kollegen ein Szenario anhaltend schwachen Wachstums, untermauert durch Daten von asiatischen Zulieferern.
Fakten statt Hoffnung
Der Sektor zeigt sich gespalten: Während der Konkurrent Puma ebenfalls nur noch neutral bewertet wird und JD Sports eine Herabstufung hinnehmen musste, bleibt On Holding der Favorit der Experten. Für Adidas wird es nun entscheidend sein, ob das Management die eigenen Prognosen halten kann. Im dritten Quartal 2025 verfehlte der Gewinn je Aktie die Erwartungen knapp, auch wenn der Umsatz überzeugte.
Spätestens am 11. März 2026 wird sich zeigen, wer recht behält. Dann präsentiert der Konzern seine nächsten Quartalszahlen. Bis dahin dürfte der Kurs, der aktuell knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 164,07 Euro kämpft, vor allem von der Debatte um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der aufstrebenden Konkurrenz getrieben werden.
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