Adidas Aktie: Rückzug unabdingbar?
Ein Schritt der Bank of America (BofA) sorgt für Aufsehen unter Anlegern: Die US-Bank hat den Sportartikelriesen in einer seltenen "Doppel-Herabstufung" direkt von "Buy" auf "Underperform" gesetzt. Analyst Thierry Cota strich das Kursziel radikal von 213 auf 160 Euro zusammen und begründet dies mit dem Ende eines jahrzehntelangen Megatrends.
Die zentralen Warnsignale der Analysten:
* Prognosekürzung: Gewinnschätzung für 2027 um 7 Prozent gesenkt.
* Marktsättigung: Der Anteil von Sneakers am Gesamtmarkt ist von 20 auf 50 Prozent gestiegen – das Wachstumspotenzial gilt als ausgeschöpft.
* Wachstumsschwäche: Für das vierte Quartal 2025 wird ein Branchenrückgang von 2 Prozent erwartet.
Ende des "Casualization"-Trends?
Hinter der drastischen Neubewertung steht eine fundamentale These: Der seit 20 Jahren anhaltende Trend zur "Casualization" – der Verschiebung hin zu immer lässigerer Kleidung und Schuhwerk – sei an seinem natürlichen Ende angelangt. Die Analysten argumentieren, dass Sneakers mittlerweile eine Marktdurchdringung erreicht haben, die kaum noch Steigerungen zulässt.
Damit positioniert sich die BofA mit dem niedrigsten Kursziel der Wall Street klar gegen den Marktkonsens. Während viele Experten das Jahr 2025 als Übergangsjahr sahen, warnt Cota vor langfristig sinkenden Margen und nur noch einstelligem organischen Wachstum.
Zangengriff der Konkurrenz
Neben der Marktsättigung sieht sich Adidas einem verschärften Wettbewerb ausgesetzt. Die historische Korrelation ist eindeutig: Wächst der US-Gigant Nike, verliert Adidas oft Anteile. Nike befindet sich unter CEO Elliott Hill mitten in einem Turnaround und meldete zuletzt wieder Zuwächse in Nordamerika.
Gleichzeitig attackieren spezialisierte "Newcomer" wie On und Asics die Marktanteile der Herzogenauracher. Diese Marken profitieren von einem starken Momentum, das Adidas zunehmend unter Druck setzt. Selbst die Fußball-WM 2026 wird von der BofA nur als kurzfristiger Effekt ohne nachhaltige Wirkung auf die strukturellen Probleme bewertet.
Chartbild bleibt eingetrübt
Die fundamentalen Bedenken spiegeln sich im Kursverlauf wider. Mit aktuell 165,95 Euro notiert die Aktie rund 36 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 261,00 Euro. Der Titel handelt zudem deutlich unter dem wichtigen 200-Tage-Durchschnitt von 185,17 Euro, was den langfristigen Abwärtstrend bestätigt.
Die BofA nimmt mit ihrer pessimistischen Haltung eine klare Außenseiterrolle ein ("Contrarian"). Die kommenden Quartalszahlen müssen nun beweisen, ob die US-Bank mit ihrer Warnung vor einem Paradigmenwechsel recht behält oder ob die Mehrheit der Analysten die Lage realistischer einschätzt.
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