Der Sportartikelriese aus Herzogenaurach fackelt nicht lange. Nur wenige Tage vor der wichtigen Bilanzvorlage schafft das Management Fakten und kauft im großen Stil eigene Anteile zurück. Das milliardenschwere Programm ist ein massiver Vertrauensbeweis in die wiedergewonnene operative Stärke – doch hält der Ausblick für 2026, was dieser aggressive Schritt verspricht?

Fakten statt Worte

Adidas macht ernst mit der Kurspflege. Wie aus einer aktuellen Pflichtmitteilung hervorgeht, hat der Konzern bis zum 20. Februar bereits über 1,63 Millionen eigene Aktien vom Markt genommen. Es ist das erste Rückkaufprogramm dieser Art seit 2022 und zielt auf ein Gesamtvolumen von bis zu einer Milliarde Euro im laufenden Jahr ab.

Finanziert wird dieser Kraftakt aus dem operativen Cashflow. Dass das Management die eingezogenen Aktien vernichten will, ist ein klassisches Signal an die Aktionäre: Der Gewinn pro Aktie soll verdichtet und der Kurs gestützt werden. Angesichts eines Schlusskurses von zuletzt 158,30 Euro und einem Minus von rund 35 Prozent auf Zwölfmonatssicht kommt diese Stütze für viele Anleger gerade recht.

Das operative Fundament steht

Der mutige Rückkauf basiert nicht auf Hoffnung, sondern auf harten Zahlen. Die vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 zeichnen das Bild eines gelungenen Turnarounds. Der währungsbereinigte Umsatz legte um 13 Prozent zu, getrieben durch zweistelliges Wachstum in allen Märkten.

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Noch beeindruckender ist die Profitabilität: Das Betriebsergebnis explodierte förmlich um über 700 Millionen Euro auf gut 2,05 Milliarden Euro. Trotz Währungsgegenwind und Zöllen gelang es Adidas, die Bruttomarge auf 51,6 Prozent zu steigern. Diese gefüllte Kriegskasse ermöglicht nun die offensive Kapitalallokation.

Umfeld bleibt herausfordernd

Trotz der internen Erfolge operiert Adidas nicht im luftleeren Raum. Während der ewige Rivale Nike noch in der Umstrukturierung steckt, greifen spezialisierte Marken wie On und Asics Marktanteile ab. Auch strategisch verschieben sich die Gewichte: Der Einstieg der chinesischen Anta Sports bei Puma sorgt für neue Dynamik im Sektor. Zudem muss sich der Konzern auf den emotionalen wie kommerziellen Verlust der DFB-Partnerschaft nach der WM 2026 einstellen.

Fazit

Der 4. März wird zum entscheidenden Datum. Wenn Adidas den vollständigen Geschäftsbericht vorlegt, interessiert die Anleger vor allem eines: die Prognose für 2026. Das laufende Rückkaufprogramm ist ein starker Vertrauensvorschuss des Managements. Nun muss der offizielle Ausblick bestätigen, dass das Wachstumsmomentum auch in einem härter werdenden Wettbewerbsumfeld Bestand hat.

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