General Mills steht unter erheblichem Rechtfertigungsdruck. Nach einer deutlichen Herabstufung durch Wells Fargo und einer zuvor gekürzten Jahresprognose kämpft der Lebensmittelriese mit einer hartnäckigen Konsumflaute. Anleger blicken nun gespannt auf die kommenden Quartalszahlen, um das Ausmaß der operativen Schwäche einschätzen zu können.

Analysten senken den Daumen

Die Experten von Wells Fargo haben die Aktie am Donnerstag von „Equal Weight“ auf „Underweight“ abgestuft und das Kursziel drastisch von 45 auf 35 US-Dollar gesenkt. Die Analysten reagieren damit auf die anhaltenden Schwierigkeiten im Sektor für verpackte Lebensmittel, in dem sich das Kaufverhalten der Konsumenten spürbar eingetrübt hat. Die Aktie markierte gestern mit einem Schlusskurs von 34,31 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

Verantwortlich für die skeptische Haltung sind vor allem die stagnierenden Absatzmengen. Trotz bekannter Marken wie Häagen-Dazs oder Old El Paso gelingt es dem Konzern derzeit kaum, die inflationsbedingte Kaufzurückhaltung der Kunden zu durchbrechen.

Prognosekorrektur belastet das Sentiment

Die Herabstufung durch Wells Fargo folgt auf eine interne Korrektur der Erwartungen. Bereits Mitte Februar hatte das Management die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 nach unten revidiert. Statt eines stabilen Geschäftsverlaufs rechnet das Unternehmen nun mit einem Rückgang des organischen Umsatzes um bis zu zwei Prozent.

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Besonders deutlich fallen die Einschnitte beim Ertrag aus: Der bereinigte operative Gewinn und das Ergebnis je Aktie könnten währungsbereinigt um 16 bis 20 Prozent einbrechen. Die erhoffte Erholung der Volumina verläuft laut Unternehmensangaben langsamer als ursprünglich kalkuliert.

Institutionelle Anleger uneins

Im Aktionariat spiegelt sich die Unsicherheit wider. Während Capital International Investors ihre Position zuletzt um fast ein Viertel reduzierte, nutzten andere Adressen das gesunkene Kursniveau für Zukäufe. So bauten Diamond Hill Capital Management und Nordea Investment Management ihre Anteile im dritten Quartal deutlich aus.

Trotz der operativen Gegenwinde hält General Mills an seiner Ausschüttungspolitik fest. Für das im Mai fällige Quartal ist eine Dividende von 0,61 US-Dollar pro Aktie vorgesehen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 8,6 notiert der Titel aktuell unter dem historischen Branchendurchschnitt.

Quartalszahlen am 18. März

Am kommenden Mittwoch, den 18. März 2026, wird General Mills die detaillierten Finanzergebnisse für das abgelaufene Quartal vorlegen. Marktbeobachter rechnen im Vorjahresvergleich mit einem Rückgang bei Umsatz und Gewinn. Die Veröffentlichung wird Aufschluss darüber geben, wie effektiv die eingeleiteten Kosteneffizienzmaßnahmen gegen die branchenweiten Herausforderungen wirken.

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