Adidas liefert Rekorde für 2025 – Umsatz von 24,8 Milliarden Euro, Betriebsergebnis um 54 Prozent gesteigert, Bruttomarge nahe historischem Höchststand. Doch statt Jubel folgte der Absturz: Die Aktie brach auf den tiefsten Stand seit drei Jahren ein. Der Grund? Eine Gewinnprognose für 2026, die 15 Prozent unter den Analystenerwartungen liegt.

Zölle und Währungen drücken die Prognose

Das Problem liegt nicht in der Vergangenheit, sondern in der Zukunft. Adidas rechnet für 2026 mit einem Betriebsergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro – deutlich weniger als die 2,7 Milliarden Euro, die Analysten auf dem Zettel hatten. Die Ursache: ein kombinierter negativer Effekt von 400 Millionen Euro aus US-Zöllen und ungünstigen Währungsbewegungen.

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US-Zölle treffen den Konzern besonders hart, da ein Großteil der Produktion in Asien stattfindet, bevor die Waren in westliche Märkte importiert werden. Der zweitgrößte Markt Nordamerika zeigte bereits 2025 die Auswirkungen: Währungsbereinigt wuchs der Umsatz zwar um 10 Prozent, in Euro gerechnet stand jedoch ein Minus von 1 Prozent.

Die RBC-Analysten rechneten vor: Die Guidance impliziert eine operative Marge von 8,5 bis 8,8 Prozent – weit entfernt vom selbst gesteckten Ziel von 10 Prozent.

Kurssturz und Erholung

Am 4. März 2026 verlor die Aktie zur Mittagszeit rund 7 Prozent auf 136,70 Euro – der mit Abstand größte Verlust im DAX, der zeitgleich um 1,5 Prozent zulegte. Am Folgetag erholte sich das Papier mit einem Plus von 3,79 Prozent auf 147,03 Euro. Dennoch steht im laufenden Jahr ein Minus von etwa 16 Prozent zu Buche.

Management zeigt Zuversicht

Trotz der enttäuschenden Prognose sendet Adidas Signale der Stärke: Der Vertrag von CEO Bjørn Gulden wurde bis 2030 verlängert – ein klares Bekenntnis zur aktuellen Strategie. Gulden hatte das Unternehmen nach der Yeezy-Krise stabilisiert und die Abhängigkeit von einzelnen Produktlinien reduziert.

Die Dividende soll um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie steigen. Hinzu kommt ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Das Management demonstriert damit Vertrauen in die Cashflow-Stärke des Konzerns.

Mittelfristiger Ausblick intakt

Für 2027 und 2028 bleibt Adidas optimistisch: Das währungsbereinigte Umsatzwachstum soll im hohen einstelligen Bereich liegen, das Betriebsergebnis mit einer jährlichen Rate im mittleren Zehner-Prozentbereich zulegen. Die aktuelle Belastung durch Zölle und Währungen betrachtet der Konzern als temporäre Delle.

Mehrere Analysten bekräftigten ihre Kaufempfehlungen. Goldman Sachs hielt hingegen an seiner neutralen Einschätzung fest und verwies auf den anhaltenden Margendruck.

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