Adidas Aktie: Zölle verhageln Ausblick
Ein Rekordjahr 2025 reicht den Anlegern nicht: Die Adidas-Aktie steht massiv unter Druck. Während der Sportartikelhersteller operative Bestwerte meldet, sorgt der Ausblick für das laufende Jahr für Ernüchterung. US-Zölle und Währungseffekte drohen die Gewinne signifikant zu schmälern, was die jüngsten Erfolge an der Börse in den Hintergrund drängt.
Prognose verfehlt Erwartungen deutlich
Der Blick nach vorne hat den Anlegern die Stimmung verdorben. Für das Jahr 2026 stellt Adidas ein Betriebsergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro in Aussicht. Dieser Wert liegt etwa 15 Prozent unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen von 2,69 Milliarden Euro.
Verantwortlich für die Diskrepanz sind primär externe politische und makroökonomische Faktoren. Das Management beziffert den negativen Effekt durch US-Zölle und ungünstige Währungsentwicklungen auf rund 400 Millionen Euro. Da Adidas einen Großteil seiner Produkte in Asien fertigt, trifft die protektionistische Handelspolitik der USA den Konzern an einer empfindlichen Stelle. Die Aktie reagierte mit deutlichen Abschlägen und notiert aktuell bei 148,35 Euro, was einem Tagesverlust von 4,77 Prozent entspricht.
Starke Basis: Rekordumsatz 2025
Die Enttäuschung über den Ausblick überlagert eine eigentlich starke operative Entwicklung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 konnte Adidas den Umsatz währungsbereinigt um 13 Prozent auf den Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro steigern.
Noch deutlicher fiel die Verbesserung der Profitabilität aus: Das Betriebsergebnis sprang um 54 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro. CEO Bjørn Gulden hat damit die ursprünglichen Ziele übertroffen und den Turnaround bestätigt. Die operative Marge kletterte auf 8,3 Prozent. Diese Zahlen belegen, dass die Marke fundamental an Zugkraft gewonnen hat, auch wenn die Börse den Fokus derzeit strikt auf die kurzfristigen Risiken legt.
Dividende und Rückkäufe als Signal
Um das Vertrauen der Investoren trotz des Gegenwinds zu sichern, kündigte der Konzern umfangreiche Kapitalmaßnahmen an. Die Dividende soll um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie angehoben werden. Zusätzlich plant Adidas ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro.
Auch personell setzt das Unternehmen auf Kontinuität: Der Vertrag von CEO Bjørn Gulden wurde vorzeitig bis 2030 verlängert. Analysten werten dies in Kombination mit dem optimistischen Ausblick für 2027 und 2028 – hier wird wieder ein starkes Wachstum erwartet – als Indiz dafür, dass die Führungsetage die Probleme im Jahr 2026 als temporär einstuft.
Fazit
Die Adidas-Aktie hat durch den schwachen Ausblick seit Jahresanfang fast 12 Prozent an Wert verloren und kämpft nun im Bereich des 52-Wochen-Tiefs um Bodenbildung. Für eine nachhaltige Trendwende müssen Anleger darauf setzen, dass die angekündigten Belastungen durch Zölle tatsächlich nur ein Übergangsphänomen bleiben und die mittelfristigen Wachstumsziele ab 2027 greifen.
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