Adidas Aktie: Neues Mehrjahrestief
Starke Rekordergebnisse für 2025, eine Dividendenerhöhung um 40 Prozent, ein laufendes Rückkaufprogramm — und trotzdem notiert die Aktie auf dem tiefsten Stand seit drei Jahren. Der Widerspruch zwischen solidem Fundament und wachsendem Kursdruck ist das zentrale Thema, das Anleger derzeit beschäftigt.
Guidance-Lücke trifft Anleihe-Ankündigung
Der Abwärtstrend begann Anfang März, als Adidas für 2026 ein operatives Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro in Aussicht stellte. Analysten hatten rund 2,72 Milliarden Euro erwartet. Als Ursache nannte das Unternehmen 400 Millionen Euro an kombinierten Belastungen aus US-Zöllen und Währungseffekten — ein strukturelles Problem für einen Konzern, der seine Produkte überwiegend in Asien fertigt und dann in westliche Märkte importiert.
Zusätzlich belastet die Ankündigung einer neuen Unternehmensanleihe das Sentiment. Investoren werten sie als Signal für erhöhten Finanzierungsbedarf, der die Verschuldung weiter steigen lässt.
Die Kombination beider Nachrichten hat die Aktie im März bislang rund 15 Prozent gekostet. Mit einem aktuellen Kurs von 133,70 Euro liegt der Titel damit rund 40 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Berenberg senkt Kursziel auf 190 Euro
Die Privatbank Berenberg reagierte mit einer deutlichen Kurszielsenkung von 220 auf 190 Euro. Analyst Nick Anderson kürzte seine EBIT-Schätzungen um 9 bis 12 Prozent und verschob die Erwartung einer operativen Marge von über 10 Prozent von 2027 auf 2028. Das Rating bleibt bei „Hold".
Dabei lieferte Adidas für das Geschäftsjahr 2025 durchaus beeindruckende Zahlen: Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro, ein operatives Ergebnis von 2,06 Milliarden Euro — ein Plus von 54 Prozent — sowie ein Nettogewinnsprung von 75 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Für 2027 und 2028 rechnet das Unternehmen selbst mit währungsbereinigtem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich und jährlich steigendem operativem Gewinn im mittleren Zehnprozentbereich.
Q1-Zahlen als erster Realitätscheck
Am 29. April 2026 legt Adidas die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Diese Zahlen werden erstmals konkret zeigen, wie stark Zölle und Währungsgegenwind das operative Geschäft tatsächlich treffen. Bis dahin bleibt die Aktie — trotz solider Fundamentaldaten — unter erheblichem Verkaufsdruck.
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