Adidas setzt den angekündigten Aktienrückkauf zügig um – und sendet damit ein klares Signal, wie viel Vertrauen der Konzern in die eigene Finanzkraft hat. In der ersten Februarwoche griff das Unternehmen bereits spürbar am Markt zu. Doch wie viel Substanz steckt hinter dem Schritt?

  • Zurückgekaufte Aktien (2.–6. Februar): 736.646 Stück
  • Durchschnittskurs: rund 152 Euro (gewichtet)
  • Geplantes Volumen 2026: bis zu 1 Mrd. Euro
  • Verwendung: Einziehung der Aktien

Rückkaufprogramm läuft an

Zwischen dem 2. und 6. Februar kaufte Adidas insgesamt 736.646 eigene Aktien zurück, überwiegend über Xetra. Der gewichtete Durchschnittskurs lag laut Unternehmensangaben bei etwa 152 Euro je Aktie.

Das Programm hatte der Vorstand Ende Januar angekündigt, der Aufsichtsrat stimmte zu. Über das Jahr hinweg sollen Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde Euro zurückgekauft werden. Die erworbenen Anteile will Adidas einziehen – die Zahl der ausstehenden Aktien sinkt damit.

Starke vorläufige Zahlen als Basis

Hintergrund sind die vorläufigen Geschäftszahlen für 2025: Reuters zufolge erzielte Adidas einen Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro (+4,8%). Der operative Gewinn stieg um 54% auf 2,06 Milliarden Euro. Die Bruttomarge lag bei 51,6%, der Q4-Umsatz bei 6,076 Milliarden Euro.

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Adidas verwies zudem auf zweistelliges Wachstum in allen Märkten. Gleichzeitig belasteten Währungseffekte das Ergebnis mit rund 1 Milliarde Euro.

Cashflow, Wettbewerb und nächster Termin

Finanziert werden soll der Rückkauf aus dem erwarteten starken operativen Cashflow 2026. Es ist das erste Programm dieser Art seit mehreren Jahren; zuvor hatte Adidas in den Jahren 2014 bis 2022 eigene Aktien zurückgekauft.

Im Marktumfeld bleibt der Druck hoch: Die Branche ist stark umkämpft, während Nike an einer Restrukturierung arbeitet und Marken wie On Running und Asics mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Adidas-Aktie notierte zuletzt um 153 Euro und liegt seit Jahresbeginn im Minus. RBC Capital Markets senkte im Januar das Rating auf „Sector Perform“ und reduzierte das Kursziel von 190 auf 160 Euro – mit Verweis auf eine erwartete Verlangsamung des organischen Wachstums nach dem Auslaufen von WM-Effekten.

Konkreter nächster Fixpunkt ist am 4. März: Dann will Adidas das Jahresergebnis 2025 sowie den Ausblick für 2026 veröffentlichen; parallel sollen fortlaufend wöchentliche Updates zum Rückkauf folgen.

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