Bank of America sorgt für Katerstimmung bei den Aktionären. Die US-Großbank senkte ihr Rating für den Sportartikelhersteller gleich um zwei Stufen von "Buy" auf "Underperform". Diese seltene Maßnahme trifft den Kern der Hoffnungen vieler Anleger: Ist die große Turnaround-Story der Franken bereits am Ende, bevor sie richtig begonnen hat?

Hier sind die entscheidenden Fakten im Überblick:

  • Rating-Schock: Herabstufung von "Buy" direkt auf "Underperform".
  • Kursziel rasiert: Drastische Senkung von 213 auf 160 Euro.
  • Strukturelle Warnung: Der "Casualization-Trend" bei Sneakern gilt als beendet.
  • Wettbewerb: Wachsender Druck durch Marken wie On Holding und Asics.

Grundsätzliche Zweifel am Wachstum

Das Analysten-Team um Thierry Cota fackelte nicht lange. Mit einem neuen Kursziel von 160 Euro liegt die Bank of America am unteren Ende aller Marktschätzungen. Aktuell notiert die Adidas Aktie mit 165,95 Euro nur noch knapp über dieser pessimistischen Marke, nachdem sie bereits in der Vorwoche deutlich Federn lassen musste.

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Hinter der drastischen Maßnahme steckt eine fundamentale Warnung: Der 20-jährige Trend zu immer mehr Sneakern im Alltag sei vorbei. Der Marktanteil von Sportschuhen sei von 20 auf 50 Prozent gestiegen und damit weitgehend gesättigt. Künftiges Wachstum dürfte sich daher laut den Experten lediglich am globalen BIP orientieren – zu wenig für eine aggressive Wachstumsbewertung.

Konkurrenz verschärft die Lage

Zusätzlich wächst der Druck durch agile Konkurrenten. Während Marken wie On Holding und Asics Marktanteile gewinnen, kämpft Adidas um seine Positionierung. Dass die Bank of America On Holding weiterhin als Kauf einstuft, ist ein deutlicher Hinweis darauf, welchem Geschäftsmodell die Zukunft zugetraut wird. Auch eine potenzielle Wiedererstarkung des Erzrivalen Nike unter neuer Führung könnte den Franken gefährlich werden und Marktanteile kosten.

WM 2026 als letzter Strohhalm?

Zwar dürfte die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika kurzfristig für Impulse sorgen, doch Strategen blicken bereits besorgt auf die Zeit danach. Die Befürchtung: Ohne neue organische Wachstumstreiber droht nach dem Turnier eine Umsatzlücke. Investoren stellen sich zu Recht die Frage, ob ein einmaliges Großevent ausreicht, um die Bewertung langfristig zu stützen.

Mit einem Kursrückgang von über 30 Prozent auf Sicht von 12 Monaten hat das Papier bereits viel Vertrauen verspielt. Ob die pessimistische Einschätzung der Bank of America zutrifft oder überzogen ist, wird sich spätestens am 4. März 2026 zeigen. Dann muss das Management mit den kommenden Quartalszahlen beweisen, dass die Wachstumsstory entgegen der Analystenmeinung noch intakt ist.

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