Adidas Aktie: Bank of America schockt
Die Adidas Aktie geriet zum Wochenstart massiv unter Druck. Ein vernichtendes Research der Bank of America ließ den Kurs zeitweise um 7,6 Prozent einbrechen. Die zentrale These der Analysten: Der jahrzehntelange Sneaker-Boom ist vorbei. Doch während die Wall Street den Niedergang ausruft, liefert Adidas ausgerechnet im strategisch wichtigen US-Markt einen spektakulären Triumph gegen Erzrivale Nike.
Ende des Sneaker-Zyklus?
Das Analystenteam um Thierry Cota zieht einen Schlussstrich unter zwei Jahrzehnte Wachstum. Die "Casualization" – das massenhafte Tragen von Sportschuhen im Alltag – habe ihren Zenit überschritten. Mit einem Marktanteil von 60 Prozent am gesamten Schuhmarkt sehen die Experten kaum noch Expansionspotenzial.
Die Konsequenz: Herabstufung auf "Underperform", Kursziel gekappt auf 160 Euro. Die Bank of America prognostiziert ein Absinken des organischen Umsatzwachstums in den einstelligen Bereich. Für einen Konzern, der auf dynamisches Wachstum angewiesen ist, wäre das ein empfindlicher Rückschlag.
Die kritischen Faktoren:
* Schnell wachsende Konkurrenten wie On Holding und Asics greifen im Performance-Segment an
* Möglicher Margendruck durch höhere Marketingausgaben in gesättigten Märkten
* Investoren könnten in dynamischere Nischenplayer umschichten
Aktuelle Daten von Circana zeigen zwar noch ein Plus von 4 Prozent für Sneaker in den USA, doch die Wachstumsdynamik verlangsamt sich spürbar.
US-Coup gegen Nike
Während Analysten das Ende ausrufen, schreibt Adidas in den USA Erfolgsgeschichte. Im Halbfinale der College Football Playoffs demontierten die Indiana Hoosiers – komplett in Adidas ausgestattet – das Nike-Vorzeigesteam Oregon Ducks mit 56:22. Adidas nutzte den Moment für eine virale Attacke und postete "Just did it" – eine unverhohlene Anspielung auf Nikes Claim.
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Der Clou: Am 19. Januar steigt das National Championship Game zwischen zwei reinen Adidas-Teams. Indiana trifft auf die Miami Hurricanes – ein "All-Adidas"-Finale, das in der Nike-dominierten US-College-Landschaft Seltenheitswert besitzt und maximale Markensichtbarkeit garantiert.
Real Madrid: Vertrag bis 2028 gesichert
Entgegen vereinzelter Marktgerüchte steht die Partnerschaft mit Real Madrid auf solidem Fundament. Der Ausrüster-Deal läuft vertraglich bis 2028 und garantiert den Spaniern jährlich 110 bis 120 Millionen Euro, mit Merchandising-Boni bis zu 150 Millionen Euro.
Die hohen Fixkosten sichern Adidas die Anbindung an einen der weltweit stärksten Sport-Brands. Aktuelle Diskussionen um Real Madrids Sponsoreneinnahmen betreffen primär den Trikotsponsor Emirates, nicht den Adidas-Vertrag.
Marktdaten und Kursbewegung
Die Adidas Aktie notiert nach den jüngsten Verlusten deutlich unter Druck. Das drastische Downgrade der Bank of America trifft auf einen nervösen Markt, der sensibel auf Signale einer Marktsättigung reagiert. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob die pessimistische Prognose berechtigt ist oder ob die starke Markenpräsenz – sichtbar beim US-College-Triumph – die Zweifler widerlegt.
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