Adidas Aktie: Analysten uneinig
Die Adidas Aktie gerät zunehmend ins Kreuzfeuer der Analysten. Bank of America vollzog Anfang Januar einen seltenen Doppelschritt: Von „Buy" direkt auf „Underperform". Die drastische Herabstufung sorgte für einen Kursrutsch von zeitweise 7,6 Prozent. Doch nicht alle Experten teilen diese pessimistische Sicht – die Mehrheit hält weiterhin an Kaufempfehlungen fest.
Doppel-Downgrade belastet
Analyst Thierry Cota von Bank of America begründet seinen Strategiewechsel mit einer erwarteten Abschwächung der Wachstumsdynamik. Das Unternehmen aus Herzogenaurach dürfte im laufenden Jahr zu einstelligem Umsatzwachstum zurückkehren – nach starken Vorquartalen eine deutliche Normalisierung.
Die Hauptrisiken aus Sicht der Bank:
- Nike arbeitet aktiv an einem Turnaround und könnte Marktanteile zurückerobern
- Aufstrebende Marken wie On, Asics und Puma intensivieren den Wettbewerb
- Die außergewöhnliche Wachstumsdynamik der vergangenen Quartale lässt nach
Geteilte Expertenmeinungen
Trotz des BofA-Votums bleibt das Analystenkonsens konstruktiv. Von elf bewertenden Häusern vergeben acht eine Kauf- oder Strong-Buy-Empfehlung, zwei raten zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 146 US-Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau um 94 Dollar.
Sanford C. Bernstein bekräftigte zeitgleich mit dem BofA-Downgrade sein „Outperform"-Rating mit einem Kursziel von 146 Dollar. Auch die Deutsche Bank hält an ihrer Kaufempfehlung fest.
Institutionelle Investoren greifen zu
Bemerkenswert: Mehrere große Investoren haben ihre Positionen zuletzt ausgebaut. GAMMA Investing erhöhte den Bestand um 30,1 Prozent, Madison Asset Management um 11,5 Prozent. Das deutet darauf hin, dass professionelle Anleger die Kursschwäche für Zukäufe nutzen.
Die jüngsten Quartalszahlen zeigten ein gemischtes Bild. Der Gewinn je Aktie verfehlte mit 1,50 Dollar die Erwartungen von 1,57 Dollar leicht. Der Umsatz übertraf hingegen mit 7,73 Milliarden Dollar die Prognosen deutlich.
Die nächsten Quartalszahlen werden am 4. März erwartet. Bis dahin dürfte die Debatte um Wachstumsperspektiven im zunehmend fragmentierten Sportartikelmarkt anhalten. Die Aktie notiert mit rund 162 Euro deutlich unter ihrem Jahreshoch von 261 Euro.
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